Vorbereitung auf den “Tag X” in Radstadt

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Bei hochgefährlichen Stoffen brauchen die Florianis speziellen Schutz (Archivbild).
Bei hochgefährlichen Stoffen brauchen die Florianis speziellen Schutz (Archivbild). - © Wolfgang Winter/FF Bad Gastein
In der Firma Adient in Radstadt (pongau) kommt es auf Grund eines technischen Defektes bei einem Druckluftkessel zu einer Explosion und in weiterer Folge zu einem Brand. In der Abtankhalle stürzt ein Regal auf einen mit Gefahrgut beladenen Tankzug. Das ist das Übungsszenario der bundesländerübergreifenden Gefahrgutübung, die am Samstag stattfindet.

“Bei der Übung wird die Zusammenarbeit der Gefahrgutspezialisten aus dem Bezirk Pongau sowie dem Bezirk Liezen/Steiermark erprobt, der Einsatz des neuen Digitalfunks bundesländerübergreifend beübt und Erkenntnisse für den zu überarbeitenden Sonderalarmplan der Firma Adient gewonnen werden”, fasst Bezirksfeuerwehrkommandant Robert Lottermoser zusammen.

200 Teilnehmer aus Salzburg und Steiermark

An der Übung werden insgesamt mehr als 200 Personen von Feuerwehren aus dem Pongau und aus dem Bezirk Liezen/Steiermark sowie Mitglieder des Roten Kreuzes, der Polizei, der Bezirkshauptmannschaft St. Johann und der Firma Adient teilnehmen. Bei der Übung kommt es zum Austritt von Gefahrengut, weil ein Tanklaster beschädigt wurde. Die Einsatzkräfte proben am Samstag den Ernstfall.

Erfahrung in der Einsatzleitung

Robert Lottermoser wird in der Einsatzleitung der Gefahrgutübung tätig sein. Der Leiter der Gruppe Soziales in der Bezirkshauptmannschaft Pongau ist seit neun Jahren ehrenamtlich als Bezirksfeuerwehrkommandant der Pongauer Freiwilligen Feuerwehren tätig und mit Leib und Seele dabei. Das Landes-Medienzentrum sprach mit dem Helfer.

LMZ: Wann haben Sie sich entschlossen Feuerwehrmann zu werden?

ROBERT LOTTERMOSER: Ich komme aus einer Feuerwehrfamilie und habe dieses “Gen” mitgegeben bekommen. Da hat also nicht nur – wie viele oft meinen – die Zeichentrickfigur “Grisu”, der Drache, der Feuerwehrmann werden will, eine Rolle gespielt. Bei der Feuerwehr zu sein, wurde bei uns aktiv gelebt. Das hat sich in mittlerweile 33 Jahre aktive Tätigkeit niedergeschlagen.

Was macht das Leben als Feuerwehrmann aus?

Ich denke, das hat etwas mit dem Gemeinschaftssinn zu tun, zu helfen und für einander da zu sein – und das nicht nur wenn es “brennt”.

Sind solche großen Übungen, wie die am Samstag notwendig?

Ja, unbedingt, denn die Feuerwehren haben einen gesetzlichen Auftrag, den sie erfüllen müssen. Wir dürfen nicht einfach tatenlos auf den Tag X warten, sondern müssen dafür bestmöglich vorbereitet sein. Es ist auch wichtig, die örtlichen Firmen und die Bevölkerung miteinzubeziehen sowie für die Feuerwehrarbeit zu sensibilisieren.

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