WAC schlägt Austria, Sturm-Sieg bei Foda-Comeback

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Kärntner Jubel in Wien-Favoriten
Kärntner Jubel in Wien-Favoriten
Der WAC hat die Spitze in der Fußball-Bundesliga behauptet. Die Kärntner fügten Austria Wien am Samstag eine 0:2-Heimniederlage zu. Ein erfolgreiches Comeback als Trainer von Sturm Graz erlebte Franco Foda. Die Grazer feierten einen 1:0-Heimsieg gegen Grödig. Altach gewann bei der Admira 2:0. Die elfte Runde wird am Sonntag mit Ried gegen Rapid und Salzburg gegen Wiener Neustadt abgeschlossen.


Der kleine Aufschwung der bisher zuhause noch ungeschlagenen Austria ist damit nach dem 0:0 in Grödig schon wieder zu Ende. Anstatt eines “extrem wichtigen Siegs” (Trainer Gerald Baumgartner) und einer Revanche für das 0:4 im ersten Saisonduell gab es für die spielerisch enttäuschenden Favoritner die erste Niederlage seit 30. August. Der Rückstand auf den WAC beträgt bereits 15 Punkte.

Die Austria bekam das Spiel nach nervösem Beginn ca. ab der zehnten Minute besser in den Griff, zuvor hatte Peter Zulj aus 16 Metern schon einen gefährlichen Warnschuss abgegeben (4.). Zu guten Chancen kamen die Violetten aber nur ganz selten, so fand etwa nach einem Konter die unpräzise Hereingabe Grünwalds Kienast nicht (10.). Viel besser machte es auf der Gegenseite Routinier Standfest, dessen perfekte Flanke nach einem Konter Zulj aus kurzer Distanz ins Netz beförderte (28.).

Auch nach dem Seitenwechsel war man zwar weiter bemüht, im Finish schon fast verzweifelt, aber oftmals zu fehlerhaft und hektisch. Der WAC kontrollierte die meiste Zeit über das zerfahrene Geschehen, verabsäumte es jedoch, im Konter eine Vorentscheidung zu erzwingen. Echte Chancen gab es kaum, die bis dahin beste setzte Holland für die Austria nach 66 Minuten aus gut 20 Metern über das Tor.

Kurz vor dem Ende scheiterten Jacobo, der im Strafraum von Sikov geblockt wurde (87.) und Silvio im Konter (91.), Manuel Weber fixierte in der Nachspielzeit schließlich nach einem weiteren Gegenstoß aus spitzem Winkel den Endstand (94.).

In Graz bescherte Marko Djuricin Franco Foda ein erfolgreiches Comeback als Trainer von Sturm Graz. Der Torjäger schoss die Grazer am Samstag im Heimspiel der 11. Runde der Fußball-Bundesliga gegen SV Grödig mit einem Treffer in der 83. Minute zu einem verdienten 1:0-Sieg. Für Sturm war es erst der zweite Saison-Heimsieg.

Eine Art Aufbruchstimmung hatte in Graz Einzug gehalten, nachdem Foda am Dienstag als neuer Coach präsentiert worden war. 9.100 Zuschauer wollten sich den Beginn der Ära Foda III nicht entgehen lassen, sicht- und hörbar wurde diese positive Atmosphäre beim Sturm-Lied vor dem Anpfiff.

Die Grazer gingen entsprechend engagiert zu Werke und waren auch die initiativere Mannschaft. Mit Kombinationsspiel versuchten sie, schnell in die Tiefe zu kommen, allerdings fehlte zu oft die Präzision im Passspiel und im Abschluss.

Die erste gefährliche Aktion gelang Grödig durch den agilen Philipp Huspek, der aber nur die Außenstange traf (12.). Danach hatte Sturm die beste Zeit in der ersten Hälfte und auch zwei große Chancen, die Djuricin nach Schick-Flanke (18.) und David Schloffer (20.), der zu hoch antrug, vergaben.

Auch nach der Pause war Grödig zuerst gefährlich, doch der Schuss von Yordy Reyna fiel viel zu schwach aus (48.). Christian Gratzei, der gegenüber Benedikt Pliquett den Vorzug im Tor erhalten hatte, wurde dabei nicht gefordert. Nur eine Minute später vergab Huspek die nächste Möglichkeit auf eine Grödiger Führung.

Auf der Gegenseite war auch Djuricin zunächst nicht erfolgreicher. Mit drei vergeblichen Versuchen (50., 51., 58.) leitete er eine Drangphase der Schwarz-Weißen ein, die fast im Minutentakt mehrere hochkarätige Chancen nicht verwerten konnten. In der Schlussphase schlugen sie aber doch noch zu. Nach einem Eckball-Trick war die Grödiger Abwehr nicht gut postiert, Hadzic brachte per Kopf den Ball zu Djuricin, der aus kurzer Distanz nur einschieben musste.

Glück hatte Sturm in der Nachspielzeit, als Schiedsrichter Drachta bei einem Zweikampf von Torhüter Gratzei mit Matthias Maak nicht auf Elfmeter entschied. Sturm konnte daher den ersten Heimsieg seit 2. August feiern, Grödig blieb zum dritten Mal in Folge ohne Torerfolg und ist seit sechs Runden sieglos.

Aufsteiger Altach feierte bei der Admira einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg und verteidigte damit zumindest Platz vier nach der elften Runde. Die Tore für die Elf von Damir Canadi erzielten Andreas Lienhart (19.) und Patrick Seeger (62.).

Altach ist bereits seit 23. August ungeschlagen und revanchierte sich bei der Admira für das 0:2 im “Ländle” im ersten Saisonduell. Die Niederösterreicher setzten hingegen ihren Negativtrend fort: Durch die dritte Saison-Heimniederlage ist die Truppe von Walter Knaller schon vier Pflichtspiele ohne Sieg und könnte am Sonntag bis auf Platz acht abrutschen.

Altach hatte vor 2.319 Zuschauern in der ersten Hälfte lange Zeit ein leichtes spielerisches Übergewicht an und ging in der 19. Minute zwar etwas glücklich, aber verdient in Führung: Nach einem schlecht geklärten hohen Ball kam dieser über Seeger zu Lienhart, der mit einem gefühlvollen Schlenzer aus 20 Metern ins Kreuzeck das 1:0 perfekt machte.

Die Vorarlberger hätten durch einen gefährlichen Netzer-Kopfball im Fünfer (23.) eigentlich 2:0 in Führung gehen müssen, auch der zu zögerliche Aigner (25.) ließ eine gute Gelegenheit aus. Erst im Finish der ersten Hälfte kam die Admira auf, selbst die beste Chance durch einen Lackner-Köpfler stellte Altach-Goalie Kobras aber vor keine Probleme (45.).

Admira dominierte bei Wiederbeginn rund 15 Minuten, schaffte aber weiterhin nichts Zwingendes. Ein Domoraud-Kopfball neben das Tor (55.) und ein zu zentraler Schicker-Köpfler (56.) brachten Altach nicht in Verlegenheit, vielmehr ließ Salomon nach genau einer Stunde mit einem Kracher die Latte erzittern (56.).

Es sollte der Vorbote zum 2:0 sein, das schließlich wenig später Seeger besorgte. Nach einem Pass von Salomon war der Ex-Admiraner beim schnell gespielten Konter von Katzer nicht mehr zu stoppen und machte den Endstand perfekt. Die Admira stemmte sich in der Folge zwar bemüht gegen die Niederlage, kam angesichts völliger Harmlosigkeit aber nicht einmal mehr zum Anschlusstreffer.

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