Währungsfonds begrüßt Banken-Stresstest der EZB

Akt.:
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat den erfolgreichen Abschluss des Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) als wichtigen Schritt zur Stärkung der Geldinstitute begrüßt. Die Untersuchung spiegle den substanziellen Fortschritt wider, der auf dem Weg zu einer Bankenunion erreicht worden sei, erklärte IWF-Sprecher Gerry Rice am Sonntag.


Das “hohe Maß an Transparenz und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse” werde es Marktteilnehmern ermöglichen, die Gesundheit der Geldinstitute selbst einzuschätzen, hieß es in der Stellungnahme weiter. “Das sollte helfen, das Vertrauen zu stärken.” Insgesamt sei die Überprüfung “eine wichtige Grundlage für eine weitere Stärkung der Bankenbilanzen, den Umgang mit schwachen Geldinstituten und die zusätzliche Gewährung von Krediten zur Unterstützung der Erholung”.

Unter dem Strich hatten die Untersuchungen ergeben, dass die meisten großen Banken für künftige Krisen gewappnet sind. 25 der 130 geprüften Institute im Euroraum fielen beim Stresstest zum Stichtag 31. Dezember 2013 durch, aber zwölf von ihnen haben ihre Kapitalpuffer in diesem Jahr schon gestärkt.

Die EU-Kommission sieht in den Ergebnissen der Banken-Stresstests eine Bestätigung der Reformen des europäischen Finanzsektors – warnt aber vor Selbstzufriedenheit. In der Binnenmarktkommission sieht man sich nach der Übung jedenfalls in einer besseren Position, Anfälligkeiten und Schwachstellen im Bankensystem zu identifizieren.

Seit dem Beginn der Finanzkrise gebe es inzwischen deutlich schärfere Auflagen für Banken, das Eigenkapital sei gewachsen und die Geldhäuser seien widerstandsfähiger geworden, teilte die Brüsseler Behörde mit.

“Niemals zuvor hat es in Europa eine so vollständige, transparente und rigorose Überprüfung der Gesundheit der Banken gegeben”, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Barnier wies aber auch auf weiteren Reformbedarf hin. “Wir sind noch dabei, das Bankensystem zu stärken und die heutigen Ergebnisse erlauben uns, verbleibende Anfälligkeiten zu identifizieren.”

Der Chef des österreichischen Bankenverbands, Willibald Cernko, würde dem europäischen Bankensystem in einem Schulnotensystem “zwei bis drei oder drei geben, mehr würde ich nicht geben”. Cernko sieht im Stresstest einen wesentlichen Baustein, das Vertrauen in die Banken wieder zurückzugewinnen, wie er am Montag im Hörfunk-Morgenjournal sagte.

Die Übung sei aber nicht zu Ende. Die Banken müssten weiter große Aufgaben erledigen, weiter Kapital aufbauen, einen Abwicklungsfonds dotieren und das Einlagensicherungssystem noch stärken. Hier gelte es einen Schutzwall aufzubauen, dass nicht wieder die Steuerzahler zur Kassa gebeten werden. Die Banken wollten auch mehr Kredite vergeben. Alles zusammen werde man mit einer ausufernden Bankensteuer nicht leisten können. Da sieht er die Politik gefordert.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Wetter präsentiert sich ab Woc... +++ - Das war das Bartlmä-Fest in Pi... +++ - Landesfeuerwehrkommandant Leop... +++ - 22-Jähriger schlägt auf Kontra... +++ - Bischofshofen: Alkolenker über... +++ - NR-Wahl: Schnell-Partei droht ... +++ - Unbekannter Tourist stahl Geld... +++ - Leckereien beim European Stree... +++ - Die besten Bilder vom Roahax-T... +++ - Unfall in Parsch: Polizei such... +++ - Verkehr hat Salzburg fest im G... +++ - Leogang: Rot-Kreuz-Mitarbeiter... +++ - Frau stürzt bei Brand in Hallw... +++ - Unwetter: Chiemsee Summer und ... +++ - NR-Wahl: Schnell-Liste tritt m... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen