Waffendepots in Golling: Anklage steht an

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Ein Gollinger hatte reichlich Kriegsmaterial gehortet.
Ein Gollinger hatte reichlich Kriegsmaterial gehortet. - © Neumayr/MMV
Die Waffendepots eines Mannes in Golling (Tennengau) sind Anfang des Jahres aufgeflogen, weil es im Keller des 42-Jährigen zu einer Explosion kam. Nun steht dem Tennengauer die Anklage bevor.

Nach der Sicherstellung von drei Waffendepots bei einem Militaria-Händler in Golling (Tennengau) im Jänner 2014 liegt nun der Abschlussbericht der Polizei vor. Demnach wurden bei dem 42-Jährigen mehrere Tonnen Kriegsmaterial, Sprengkörper und sonstige Gegenstände gefunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Eine Anklage ist noch nicht erstellt.

42-Jähriger bei Explosion verletzt

Der Beschuldigte hatte nicht nur in seinem Wohnhaus und in einer Scheune in Golling eine Vielzahl von sprengfähigem Kriegsmaterial gelagert, sondern auch in der Garage des Nachbarhauses, in dem seine Mutter wohnte. Der 42-Jährige hatte bei einer Explosion am 16. Jänner, als er im Keller seines Hauses eine Granate entschärfte, schwere Verbrennungen an den Händen und am Rücken erlitten. Nach dem Unfall wurde das erste Waffendepot im Haus des Mannes gefunden. Der Militaria-Händler hatte sich gegenüber den ermittelnden Beamten kooperativ gezeigt.

Sprengkörper in die Luft gejagt

Ein Teil der aufgefundenen Munition und Sprengkörper wurde wegen ihrer Gefährlichkeit vom Entminungsdienst in einem Steinbruch in Werfen gesprengt. Der Rest wurde zur Aufbewahrung in einem Munitionsbunker ins südliche Niederösterreich gebracht. Den Erhebungen zufolge hat der Salzburger illegal eine größere Anzahl von Schusswaffen, Munition und Kriegsmaterial besessen. Konkret wird gegen ihn nach Paragraf 50, Absatz 1a, des Waffengesetzes ermittelt. Der Strafrahmen reicht bis zu zwei Jahren Haft. “Der Abschlussbericht der Polizei wird jetzt umfassend geprüft”, sagte Staatsanwalt Holzleitner. Erst dann könne eine Aussage darüber getroffen werden, ob Anklage erhoben wird. Die Verdachtslage sei aber gegeben. (APA)

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