Waldbrandverordnung in Salzburg: Hohe Strafen drohen

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Feuerwehren bei der Bekämpfung eines Waldbrandes in Bundschuh (Lungau) im Mai 2016.
Feuerwehren bei der Bekämpfung eines Waldbrandes in Bundschuh (Lungau) im Mai 2016. - © Neumayr/Archiv
In Salzburg ist am Dienstag landesweit die Waldbrandverordnung in Kraft getreten. Demnach ist in Wäldern und gefährdeten Bereichen ab sofort das Feuermachen, Rauchen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten. Aber was bedeutet das für die Salzburger genau?




“Aufgrund der Schönwetterperiode sind die Wasserstände in der Natur bereits stark gesunken. Die letzten Gewitterniederschläge hat die Vegetation zur Gänze aufgebraucht, der Wasserbedarf ist zur Zeit enorm. Durch die geringen Niederschlagsmengen und den zusätzlich weit verbreiteten Wind sind die Oberböden auf Wiesen und im Wald stark ausgetrocknet”, hieß erklärend in der Verordnung. Die Waldbrandgefahr sei landesweit als hoch einzustufen. Auch zahlreiche Feuerwehren machten darauf aufmerksam. “Gesonderte Bereitschaftsdienste wurden aber nicht installiert”, wie Pressesprecherin Elisabeth Hollaus gegenüber SALZBURG24 sagte.

Waldbrandverordnung gilt vorerst bis Ende Oktober

Beim Landesfeuerwehrverband Salzburg appelliert man ebenfalls an die Bevölkerung, sich an die Verordnung zu halten. Verstöße werden nach Paragraf 41, Absatz 1 des Forstgesetzes geahndet. Es drohen Geldstrafen bis zu 7.270 Euro oder eine Ersatzhaftstrafe von bis zu vier Wochen.

Die Gefährdung wird jedenfalls aus derzeitiger Sicht auch in den kommenden Tagen weiterhin bestehen bleiben. Das Verbot wurde vorerst bis 31. Oktober 2017 anberaumt. Es könne aber, wenn der Boden nach Regenfällen wieder ausreichend feucht ist, vorzeitig aufgehoben werden, erläuterte Martin Wautischer aus dem Büro von Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Dazu würden aber kleinräumige Niederschläge nicht ausreichen.

Zigaretten als größte Waldbrandgefahr

Als größte Brandauslöser seien nicht die angemeldeten Sonnwendfeuer zu sehen, so Wautischer, sondern vor allem achtlos weggeworfene Zigaretten. Diese könnten derzeit, während der Autofahrt aus dem Fenster geschmissen, leicht einen Flurbrand oder gar Schlimmeres verursachen. Das Rauchen im Wald bzw. in dessen Nähe sei derzeit ohnehin untersagt.

Aber auch beim Grillen in Wald- und Wiesennähe sollte man besonders vorsichtig sein. Hier dürfe man den Funkenflug nicht unterschätzen: “Weht ein leichter Wind, könnten diese an die 300 Meter weit schweben. Und ohne es zu merken, beginnt der trockene Boden zu glosen.”

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