Rallye Dakar: Salzburger Walkner verbesserte sich auf zweiten Gesamtrang

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Matthias Walkner fährt einem Podestplatz entgegen
Matthias Walkner fährt einem Podestplatz entgegen - © APA (AFP)
Der Salzburger Matthias Walkner ist drauf und dran, seinen Traum von einem Podestplatz bei der Rallye Dakar zu verwirklichen. Auf der drittletzten Etappe am Donnerstag profitierte der KTM-Werkspilot auch vom Pech einiger Rivalen und verbesserte sich um zwei Positionen auf den zweiten Rang. Sein Teamkollege Sam Sunderland (GBR) fährt mit 30:01 Minuten Vorsprung dem 16. KTM-Sieg in Serie entgegen.

Der bisher zweitplatzierte Chilene Pablo Quintanilla (Husqvarna) büßte auf den 449 Sonderprüfungskilometern des 751 km langen Abschnitts von Chilecito nach San Juan (Argentinien) viel Zeit ein, ehe er wegen einer bei einem Sturz erlittenen Gehirnerschütterung aufgeben musste. Auch der Franzose Adrien van Beveren (Yamaha), zuvor Dritter, fiel hinter Walkner zurück.

Favorit Svitko erleidet Hitzeschlag

Der ursprüngliche Tagessieger Franzose Michael Metge erhielt 60 Strafminuten, damit ging der Tagessieg an seinen spanischen Honda-Markenkollegen Joan Barreda. Metge hatte den letzten Kontrollpunkt verpasst. Der am Donnerstag zweitplatzierte Slowake Stefan Svitko, der Gesamt-Zweite des Vorjahres, musste nach der Zieldurchfahrt wegen eines Hitzeschlags ins Spital gebracht werden und schied damit aus.

Packt Walkner Podestplatz?

“Das Podium wäre extrem klass”, meinte Matthias Walkner nach der 10. Etappe, die auch für ihn eine große Herausforderung war. “Es war schwer zu navigieren mit Hunderten ausgetrockneten Flussbetten, da habe ich mich anfangs ziemlich verfahren und 25 Minuten verloren.” Schließlich meisterte er aber den Abschnitt recht gut. “Ich habe öfter Glück gehabt und es hat auch die anderen ziemlich gefeigelt.” Die Fahrer mussten 500 Kilometer bei mehr als 40 Grad absolvieren. “Das war schon zäh”, sagte der Kuchler Walkner. “Aber jetzt bin ich extrem froh, ich habe eine gute Ausgangsposition.”

Noch zwei Dakar-Etappen

Am Freitag sind 288 Kilometer auf Zeit zu bewältigen, danach sollten die Positionen in der Gesamtwertung bezogen sein. Der Schlussabschnitt führt am Samstag über 64 Kilometer nach Buenos Aires. Walkner war bei seinen ersten zwei Starts in dieser Extrem-Rallye durch eine Lebensmittelvergiftung bzw. einen Oberschenkelbruch im Vorjahr vorzeitig gestoppt worden. Er wäre der erste österreichische Spitzen-Motorradfahrer, der das Ziel der Dakar erreicht.

Der Auto-Bewerb stand im Zeichen eines Unfalls mit Stephane Peterhansel. Der Gesamt-Zweite kollidierte mit dem Motorrad-Piloten Simon Marcic (SLO), der einen offenen Unterschenkelbruch erlitt. Der Franzose und sein Co-Pilot blieben bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bei Marcic. Der sechsfache Auto-Rekordgewinner gewann die Etappe dennoch mit 7:28 Minuten Vorsprung vor seinem Peugeot-Teamkollegen Sebastien Loeb und ist nun auch Gesamt-Erster. Peterhansel hat zwei Tage vor dem Ende 5:50 Minuten Guthaben auf Loeb.

(APA)

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