Der Wanderer stürzte rund zehn Meter tief in den Almbach ab und wurde dabei schwer verletzt. - © Aktivnews
Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) berichtete, war der Wanderer zusammen mit seiner Frau und seiner zwölfjährigen Tochter talwärts durch die Klamm in Richtung Kugelmühle unterwegs, als er plötzlich ausrutschte und zehn Meter über felsiges Gelände in den Almbach abstürzte.
Der 59-jährige Wanderer überschlug sich mehrmals, blieb dann im eiskalten Wasser liegen und konnte sich selbst ans andere Ufer retten. Die Ehefrau und ein zweiter Wanderer stiegen sofort ab und leisteten Erste Hilfe, weitere Wanderer alarmierten die Einsatzkräfte.
Der Bergwacht-Notarzt stieg zu Fuß von der Kugelmühle aus zum Patienten auf und übernahm die notfallmedizinische Erstversorgung. Weitere Bergretter rüsteten sich mit einer Spezialtrage und zusätzlichem medizinischen Material aus und machten sich ebenfalls auf den Weg in die Klamm. Die Retter mussten über die steile Böschung absteigen und den Bach queren, bevor sie den bereits unterkühlten Patienten in die Trage umlagern konnten.
Nach einem kurzen Überflug holte die Besatzung des Rettungshubschraubers den Schwerverletzten ab und flog ihn zum Tallandeplatz vor der Kugelmühle, wo er umgelagert und dann zum Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen wurde.
Sechs Bergretter, ein Polizeibergführer und der Rettungshubschrauber waren rund zweieinhalb Stunden lang gefordert. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich im Anschluss noch um die Frau und die Tochter des Verunfallten.