Warnstreiks in 144 Sozial-Einrichtungen bis Freitag

Mit Warnstreiks in 65 Betrieben mit insgesamt 144 Einrichtungen haben die Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich am Donnerstag ihren Forderungen im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen Nachdruck verliehen. Gefordert wird ein “nachhaltiger” Lohn- und Gehaltsabschluss, eine Arbeitszeitverkürzung und einer besseren Bezahlung für Menschen in Gesundheits- und Pflegeberufen.

Bei einer Kundgebung mit rund 100 Teilnehmern vor einem Pensionistenwohnhaus in Wien-Landstraße wurden die Arbeitgeber aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Sollte es dabei zu keinem Abschluss für den 100.000 Beschäftigte umfassenden Kollektivvertrag Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) kommen, werde man die Streik- und Protestmaßnahmen übernächste Woche fortsetzen, sagte Reinhard Bödenauer von der GPA-djp dabei.

Die aktuellen Warnstreiks gehen noch bis morgen, Freitag, weiter. Kunden oder Patienten würden dabei in keiner Weise gefährdet, betonte Michaela Guglberger von der Gewerkschaft vida. “Jeder, der Hilfe braucht, bekommt sie.” Es könne höchstens sein, dass das Mittagessen ein wenig später serviert werde. Die Protestmaßnahmen werden von beiden Gewerkschaften gemeinsam organisiert. “35 Stunden sind genug” oder “Soziale Arbeit ist mehr wert” lauten dabei die Slogans.

Die KV-Verhandlungen waren diese Woche auch nach der fünften Runde ergebnislos geblieben. Das Angebot der Arbeitgeber – eine Lohn- und Gehaltserhöhung um 2,45 Prozent, einer Erhöhung für Pflegeassistenten um insgesamt 3,45 Prozent und für Diplomierte Pflegekräfte von durchschnittlich 4,35 Prozent sowie einer Besserstellung von Teilzeitkräften – ist den Gewerkschaftern zu gering. Sie erwarten sich auch ein Angebot zur Arbeitszeitverkürzung.

Die Arbeitgeberseite plädierte am Donnerstag für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und einen raschen Lohnabschluss. “Unsere Hand ist ausgestreckt”, ließ Walter Marschitz, Geschäftsführer der SWÖ, in einer Aussendung wissen. Vor allem in Sachen Lohnerhöhung sei man schon sehr weit gekommen. Große Probleme sah er hingegen bei der geforderten Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche. Diese sei “aus heutiger Sicht nicht machbar”, so Marschitz, “nicht finanziell und auch nicht personell”.

(APA)

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