Warum Frauen ihre Figur falsch einschätzen

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Nur selten sind Frauen mit ihrer Figur zufrieden.
Nur selten sind Frauen mit ihrer Figur zufrieden. - © Bilderbox
Beim Blick in den Spiegel fühlen wir uns nur selten einmal wohl. Denn immer gibt es etwas auszusetzen. Meist stört uns bereits die eigene Figur: Wer sich nicht zu dick fühlt, sieht sich als untergewichtig an. Recht machen können wir es uns also nicht. Doch geht es den Frauen in anderen Nationen eigentlich auch so?

Zufrieden mit der eigenen Figur

Mit überraschenden Ergebnissen wartete kürzlich eine Untersuchung des Rush University Medical Centers in Chicago auf. Dabei wurde die Selbstwahrnehmung US-amerikanischer Frauen analysiert. Die Probandinnen – allesamt übergewichtig bis fettleibig – erhielten zur Anschauung ein Bild mit Frauenfiguren, die sie anhand einer Skala je nach Gewichtsklassen einzustufen hatten. Ebenso wurde darum gebeten, das eigene Körpermaß einer dieser Klassen zuzuordnen. Im Resultat sahen sich die befragten Damen nur selten einmal der Gruppe der Übergewichtigen zugehörig. Vielmehr waren die meisten Damen mit ihrem Gewicht zufrieden.

Was ist schon normal?

Selbst mit einem Body-Mass-Index weit über 25 – und somit im medizinisch bedenklichen Bereich – schätzten die befragten Frauen ihre Körperfülle als normal ein. Abweichungen vom Idealgewicht sahen sie dabei nicht. Erst in den Fällen des extremen Übergewichtes auf den Bildern erkannten die Probandinnen die Fettleibigkeit der dargestellten Figuren an. Das Ergebnis gilt aufgrund seiner Abweichungen zwischen der Eigen- und der Selbstwahrnehmung als interessant. Denn offenbar ist den betroffenen Frauen gar nicht bewusst, in welche Gefahren für die eigene Gesundheit sie sich mit der Leibesfülle begeben.

Der Body-Mass-Index – was ist das eigentlich?

Das Idealgewicht bemisst sich nach dem Verhältnis, in dem das Gewicht zur Größe der Person steht. Die auf die Waage gebrachten Kilogramm werden dabei durch die im Quadrat genommene Größe in Metern geteilt. Als gesund gilt ein Wert zwischen 18,5 und 24,9. Werden diese Zahlen unterschritten, so ist von einem Untergewicht auszugehen. Jenseits der Marke von 30 stellt sich dagegen die Fettleibigkeit ein. Allerdings gilt der Wert lediglich als grobe Orientierung, da bei dem Gewicht nicht zwischen dem leichten Fett und den schweren Muskeln unterschieden wird. Eine Messung des Körperfettanteils ergänzt das Ergebnis sinnvoll.

Der Blick auf das Idealbild

Doch wie ist eine gravierende Abweichung der Eigen- von der Fremdwahrnehmung zu erklären? Entscheidend dabei ist es, dass wir uns immer auch an unserem gesellschaftlichen Umfeld messen. In den Vereinigten Staaten von Amerika, wo ein relativ hoher Body-Mass-Index vorliegt, sehen sich übergewichtige Frauen als normalgewichtig an. In Europa jedoch, wo der Körperkult deutlich stärker betrieben wird, gilt lediglich die schlanke und sportliche Figur als attraktiv. Da überrascht es dann auch wenig, wenn sich die Frauen in Mitteleuropa selbst dann zu dick fühlen, wenn ihr Gewicht eigentlich als ideal und gesund anzusehen ist.

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