Was zu Frühlingsbeginn im Garten zu tun ist

Akt.:
1Kommentar
Der Frühling lockt uns nun wieder in den Garten. (Symbolbild)
Der Frühling lockt uns nun wieder in den Garten. (Symbolbild) - © Bilderbox
Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – in Folge steigt die Lust auf den eigenen Garten immer mehr. Doch bevor es ans Genießen geht, ist noch einiges zu tun. Wir haben uns bei Pauline Trausnitz vom Verband der Salzburger Gärtner und Gemüsebauern erkundigt, was nun auf der To-do-Liste für Hobbygärtner steht.




Die Gartenarbeit ist mittlerweile ein immer beliebteres Hobby: Säen, zupfen, schneiden und vor allem ernten wird immer beliebter. “Immer mehr Menschen wollen selbst ernten, auch wenn es nur ein kleines Kräuterbeet oder die Gemüsepflanze im Topf ist”, erklärt Trausnitz den Trend hin zum Nutzgarten. Auch vergangenes Wochenende auf der “Garten Salzburg” im Messezentrum war dies zu erkennen. Rund 30.000 Besucher strömten auf das Messeduo “Auto und Garten“.

Reges Interesse herrschte auf der "Garten Salzburg"./FMT-Pictures/MW Reges Interesse herrschte auf der “Garten Salzburg”./FMT-Pictures/MW ©

Regelmäßig Rasenmähen

Um dem eigenen Grün nun aus dem Winterschlaf zu helfen, steht zu Frühlingsbeginn einiges am Programm. Für einen schönen Sommerrasen sollte schon jetzt der Grundstein gelegt werden. “Im Frühjahr ist es wichtig, sehr bald mit dem Mähen zu beginnen, damit sich die Gräser daran gewöhnen”, rät die Expertin. Für einen Hausrasen sei eine Schnitthöhe von etwa fünf Zentimetern ideal. Denn wird zu tief gemäht, kann das der Graspflanze schaden. Der Triebgrund wird verletzt und die Pflanze stirbt ab.

Gekürzt werden soll die Höhe aber immer nur um ein Drittel, das heißt wohl oder übel: Regelmäßig mähen. Es empfiehlt sich, dies einmal pro Woche zu tun. In starken Wachstumsperioden sogar zweimal wöchentlich. Dadurch bilden sich Seitentriebe, Blätter und Ausläufer und gleichzeitig hält man das ungeliebte Unkraut in Schach. Der Rasenschnitt muss anschließend aber nicht direkt auf dem Kompost landen. Er kann zum Abdecken von Beeten sowie unter Sträuchern, Hecken und Bäumen ausgelegt werden.

Wenn nötig können jetzt auch noch kahle Stellen nachgesät und vertikutiert werden. Das Vertikutieren selbst bringt für den Boden und das Gras einige Vorteile. Durch diesen Vorgang wird der Rasen “gelüftet”, indem der Boden und die Grashalme vertikal angeschnitten werden und unerwünschter Belag wie Moos, Rasenfilz und Unkraut entfernt wird. Wichtige Nährstoffe, Wasser und Luft können besser in den Boden gelangen, wodurch das Gras widerstandsfähiger und den Rasen saftiger wird. Das Vertikutieren sollte stets bei trockener Witterung erledigt werden und erst, wenn der Rasen gemäht wurde.

Für den Baumschnitt schon zu spät

Schon etwas spät ist es mittlerweile für den Baumschnitt, denn “wenn der Baum bereits im Saft steht, das ist ca. ab Mitte März der Fall, regt der Schnitt nur das Wachstum an, nicht jedoch die Fruchtbildung”, weiß Trausnitz. Bei Sträuchern ist dies je nach Gehölzart sehr unterschiedlich. So benötigen etwa sommerblühende Gehölze, wie der Sommerflieder, im Spätwinter noch einen radikalen Schnitt. Diese blühen nämlich an den Enden der neuen Triebe. Durch den scharfen Rückschnitt wird das Triebwachstum angeregt und der Blütenreichtum erhöht. Die frühjahrsblühenden Ziersträucher, wie z. B. die Forsythie oder die Weigelie, die von April bis Juli blühen, gehören regelmäßig ausgelichtet. Das empfiehlt sich nach der Blüte, da im Frühjahr sonst ein beachtlicher Teil der Blütentriebe entfernt wird, denn diese Sträucher blühen vorwiegend an den ein-, zwei- und dreijährigen Trieben.

Wer nun seinen Garten gut vorbereitet, kann im Sommer ertragreich ernten. / Bilderbox Wer nun seinen Garten gut vorbereitet, kann im Sommer ertragreich ernten. / Bilderbox ©

Erste Vorarbeiten im Gemüsebeet

Für die meisten Gemüsesorten ist es in den Nächten noch zu kalt. Bereits jetzt ins Freie gesetzt werden können Karfiol, Eissalat, Fenchel und Brokkoli, wenn sich der Boden durch die Sonne schon ausreichend erwärmt hat. Auch die meisten Kräuter können schon ausgesät werden.

Der Mai ist der Monat der Balkonblumen

Ähnlich wie beim Gemüse ist es auch für die klassischen Balkonblumen im April noch zu früh. Laut Pauline Trausnitz kann man sich dabei an den sogenannten Eisheiligen orientieren. Das bedeutet also ab dem 15. Mai.

Wer allerdings nicht mehr so lange warten möchte, kann Frühblüher wie Primeln, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Ranunkeln und Anemonen in die Balkonkisten setzen. Auch Kübelpflanzen, die die Kälte vertragen, wie etwa Oleander oder Lorbeer, können schon langsam wieder ans Freie gewöhnt werden. “Man sollte sie allerdings vor der Sonne schützen”, rät Trausnitz.

Braucht man Spezialerde wirklich?

Stürzt man sich nun in vollem Tatendrang in den nächsten Gartenmarkt, steht man plötzlich vor einer schweren Entscheidung: Blumen-, Rosen-, Tomaten-, Kräutererde – die Auswahl ist schier endlos. Doch macht es wirklich einen Unterschied, ob man die jeweils passende Erde verwendet? “Mit dem Kauf einer Spezialerde macht man grundsätzlich nichts falsch”, klärt Trausnitz auf. Man habe dabei die Gewissheit, dass “die Zusammensetzung optimal auf die entsprechende Pflanzengruppe abgestimmt ist”. Bei Orchideen, Kräutern, Moorbeetpflanzen und generell bei der Pflanzenanzucht, sei sie aber auf jeden Fall notwendig, rät sie.

Nun bleibt uns nur noch, euch eine entspannte und allen voran unfallfreie Gartensaison 2017 zu wünschen!

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- EU-Kommissar Johannes Hahn mit... +++ - Fahrräder gestohlen und online... +++ - Salzburger Jugendmonitor: Weni... +++ - In Apotheke in Henndorf Pistol... +++ - Maishofen: Brand in Holzwerkst... +++ - Fliegerbombe: Bahnverkehr von ... +++ - Salzburger ist bester Maurer d... +++ - St. Johann im Pongau: 29-Jähri... +++ - Nach Wahldebakel der Grünen: A... +++ - Feuerwehren bei Chemieunfall i... +++ - Bundesheer-Rekrut alkoholisier... +++ - Folgenschwerer Unfall mit Klei... +++ - Auch Zahnhaftcreme-Nutzer müss... +++ - Pkw contra Transporter beim Eu... +++ - Dachstuhl brennt in Bürmoos +++
1Kommentar

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel