Der Hubschrauber flog die Kletter zum Watzmannhaus. - © Aktivnews
Eine Kletterseilschaft geriet Mittwochnachmittag am kleinen Watzmann (Watzmannfrau) in der neunten Seillänge in der Westwand in Bergnot und alarmierten die Rettungskräfte. Ein Bergsteiger dürfte gestürzt sein und sich dabei am Bein verletzt haben, sodass ein selbstständiger Rückzug aus der Wand nicht mehr möglich war.
Hubschrauber und Bergrettung Ramsau an Rettung beteiligt
Die Bergsteiger setzten einen Notruf ab, wodurch die Bergrettung Ramsau alarmiert wurde. Durch die Lage der in Bergnot geratenen Kletterer mussst der Notarzthubschrauber Christoph 14 aus Traunstein gerufen werden. Dieser war allerdings noch in der Watzmann-Ostwand im Einsatz und benötigte deswegen etwa 30 Minuten bis er in Ramsau eintraf. Dort nahm er einen Bergretter auf und flog erneut einen Erkundungsflug, nun aber am kleinen Watzmann, um anschließend am Watzmannhaus zwischenzulanden und den Bergretter ans 50 Meter langen Bergetau zu hängen.
Verletzter Bergsteiger wird zum Watzmannhaus geflogen
Danach wurde der Bergretter zu der Seilschaft in die Watzmann-Westwand geflogen, wo dieser mittels Kapperbergung zunächst den Verletzten aufnahm.Am Watzmannhaus wurde der verletzte Bergsteiger dann vom wartenden Notarzt versorgt. In einem zweiten Flug wurde auch der zweite Bergsteiger aus der Watzmann-Westwand geholt und ebenfalls zum Watzmannhaus geflogen.
Hubschrauber bring Verletzten ins Krankenhaus Bad Reichenhall
Nach medizinischer Erstbehandlung wurde der Verletzte direkt ins Klinikum nach Bad Reichenhall geflogen . Ein Bergretter der zweite, unverletzte Bergsteiger mussten zu Fuß nach Kürointh absteigen, von wo sie mit einen Fahrzeug ins Tal gefahren wurden. Fünf Bergretter waren rund zwei Stunden lang gefordert. Die Besatzung des Rettungshubschraubers noch deutlich länger, da sie zuvor bereits in der Watzmann-Ostwand im Einsatz war. Mehr Details zum Einsatz in der Ostwand:
Quelle: Aktivnews