Weinernte nach Regionen sehr unterschiedlich ausgefallen

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Steiermark mit herben Verlusten, NÖ profitierte
Steiermark mit herben Verlusten, NÖ profitierte - © APA (dpa/Symbolbild)
Die heurige Weinernte hätte, schaut man sich die Ertragslagen in den Weinbaubundesländern an, unterschiedlicher nicht ausfallen können. In der Steiermark und im Burgenland gab es wegen des Frosteinbruches Ende April Ernteausfälle von 50 bis 80 Prozent. In Niederösterreich hingegen stieg die Ernte gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent an.

In der Steiermark wird, wie Österreich Wein unter Berufung auf die Statistik Austria am Freitag mitteilte, nur mit einer Weinproduktion von knapp 66.000 Hektoliter gerechnet – ein Minus von 69 Prozent zu 2015. Beim Rotwein wird überhaupt ein Einbruch von 82 Prozent auf nur rund 9.400 Hektoliter gerechnet.

Im Burgenland wird mit einem Gesamteinbruch von 57 Prozent auf 287.100 Hektoliter Wein gerechnet. Besonders massive Ausfälle gibt es in den Gebieten Neusiedlersee und Südburgenland mit einem Minus von 70 bzw. 65 Prozent zum Vorjahr.

Stabil blieb Wien mit einem minus von zwei Prozent im Vergleich zum Produktionsschnitt der vergangenen fünf Jahre. Hier wird mit einer Produktion von 22.000 Hektoliter gerechnet.

In Niederösterreich wird ein Plus von 18 Prozent auf 1,6 Millionen Hektoliter erwartet. Die Menge liegt auch um 13 Prozent über dem Fünfjahres-Durchschnitt. Rückgänge gibt es in den Gebieten Carnuntum (minus 23 Prozent im Fünfjahresschnitt), Thermenregion (minus 21 Prozent im Fünfjahresschnitt) und Wachau (minus 13 Prozent zum Fünfjahresschnitt). Eine Steigerung verglichen zum Vorjahr gab es beispielsweise in Höhe von 100 Prozent in Wagram, was einem Plus von 40 Prozent im Fünfjahresschnitt entspricht. Auch im Kremstal wurden massive Steigerungen verzeichnet.

Wie berichtet wird mit einer Gesamterntemenge von knapp zwei Millionen Hektoliter gerechnet. Davon sollen 1,42 Mio. hl auf Weißwein entfallen und 0,56 Mio. hl auf Rotwein. Im Fünf-Jahres-Schnitt hatte zuletzt ein Ertrag von 2,32 Mio. hl herausgeschaut. Der Ertrag pro Hektar fällt heuer also deutlich geringer aus als 2015 und die Jahre davor.

Nach vielen Aufs und Abs im Jahresverlauf mit Frost, etwas Hitze, viel Schwüle und viel Regen endete das Weinjahr in der Erntezeit versöhnlich, schreibt Österreich Wein. Der September habe den Trauben zu guter Reife verholfen, kühlere Nächte zu Monatsende hätten zu optimaler Aromaentwicklung geführt. “Im Keller konnten sich die Winzer dadurch auf Optimierung und Förderung der eingebrachten Qualität konzentrieren, ohne zu speziellen önologischen Kniffen greifen zu müssen.”

(APA)

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