Weirather gewinnt Super-G in Aspen, Schmidhofer Vierte

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Tina Weirather sichert sich die kleine Kristallkugel.
Tina Weirather sichert sich die kleine Kristallkugel. - © APA/HANS KLAUS TECHT
Die Liechtensteinerin Tina Weirather hat mit dem Super-G-Erfolg am Donnerstag in Aspen auch noch die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Spezial-Weltcups geholt. Die 27-jährige Vizeweltmeisterin setzte sich 0,35 Sekunden vor der Slowenin Ilka Stuhec durch, die damit in der Super-G-Endwertung fünf Punkte hinter Weirather lag.

Das Podest komplettierte die Italienerin Federica Brignone (+0,36).

Großer Jubel bei Weirather

Der Jubel um Weirather im Zielraum war groß, hat sie ihrer Karriere doch auch bereits zahlreiche schwere Verletzungen hinter sich, darunter vier Kreuzbandrisse. Es war der siebente Weltcupsieg für die 27-jährige Tochter von Hanni Wenzel und Harti Weirather, die heuer bei der WM Silber gewann. Zählt man auch die Leistungen von Onkel Andreas dazu, dann war es die zwölfte Kristallkugel für den Weirather-Wenzel-Clan.

Das Warten im Ziel bezeichnete Weirather als “Horror”, und sie sei auch schon am Start nervös gewesen. “Meine Fahrt war sehr gut, ich habe alles riskiert, und es ist aufgegangen”, sagte die Atomic-Pilotin, die mit 15 Zählern Rückstand auf Stuhec in das Finale gegangen war und am Ende fünf Punkte Vorsprung hatte. “Wahnsinn, es war heute wirklich nicht einfach. Ich bin total happy, dass es heute geklappt hat. Es war Nervenkrieg ohne Ende, ich habe alles riskiert.”

Gesamtweltcup noch nicht entschieden

Der Gesamt-Weltcup ist rechnerisch noch nicht entschieden, da Stuhec ihren Rückstand auf Spitzenreiterin Mikaela Shiffrin aus den USA vor den letzten beiden Technikrennen beim alpinen Saisonfinale in Aspen auf 198 Punkte verkürzte. “Der zweite Platz ist definitiv nicht schlecht, ich habe die Kugel nicht heute verloren”, sagte Stuhec, die sich bereits die Kombi- und Abfahrtswertung geholt hatte. Ob sie noch beide ausstehenden Rennen in Colorado bestreiten wird, ist noch nicht entschieden.

Schmidhofer erste Gratulantin

Eine der ersten Gratulantinnen für die in Tränen aufgelöste Weirather war Weltmeisterin Schmidhofer. Sie freue sich sehr für diese, nach allem, was sie bereits mitgemacht habe. “Sie hat eine geile Saison, eine richtig konstante Saison.” Mit ihrer eigenen Leistung war sie zufrieden. “Ein, zwei Schwünge habe ich eine bisserl verbremst, es ist ein bisserl unruhiger, als ich mir gedacht habe, aber passt. Es war eine gute Fahrt zum Abschluss”, sagte die Steirerin.

Görgl zweitbeste Österreicherin

Zweitbeste Österreicherin war die 36-jährige Görgl, die nach Platz sieben in Crans Montana erst zum zweiten Mal in diesem Winter in die Top Ten kam, jedes Mal im Super-G. “Das tut gut, das kann man schon sagen. Es war geil zum Fahren, ich habe vom Material her auch alles richtig gemacht, bin einen anderen Ski gefahren”, meinte die Steirerin, die bis spätestens Mai entscheiden wird, ob sie ihre Karriere fortsetzt. “Ich werde mir alles in Ruhe überlegen, ein bisschen Abstand gewinnen, dann schaue ich weiter.”

Für die 23-jährige Haaser war Rang sechs das zweitbeste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere, in Crans Montana war sie Fünfte der Kombination. “Ich war zwar ab und zu am Limit, aber ich habe versucht, den Ski irgendwie laufen zu lassen. Das passt gut. Der Super-G liegt mir schon sehr gut.”

Venier Fünfte in Diszplinen-Wertung

Zum vierten Mal in ihrer Weltcup-Karriere kam die 22-jährige Scheyer in die Top Ten, zum ersten Mal im Super-G. “Ich freue mich sehr. Das war eine Erleichterung, es war jetzt eine so stressige Zeit. Dass ich jetzt zum Abschluss einen so coolen Lauf habe, ist natürlich richtig geil. Ich habe mir heute gedacht, das funktioniert heute. Die Saison war ein Wahnsinn”, meinte die Vorarlbergerin, die in der Abfahrt in Zauchensee ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte.

Beste Österreicherin im Disziplinweltcup wurde Stephanie Venier als Fünfte. Die Tirolerin landete nach einem schweren Fehler am Donnerstag an der zwölften Stelle.

(APA)

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