Weiterführung von interkulturellen Teams an Schulen wackelt

Rund 3,3 Mio. Euro aus dem Sondertopf zur Integration von Flüchtlingen wurden seit Frühjahr für interkulturelle Teams eingesetzt, die bei Problemen bei der Kommunikation mit den Eltern oder Konflikten in der Schule vermitteln sollen. Ob es die mobilen Teams aus Sozialpädagogen, Sozialarbeitern und Psychologen auch 2017 geben wird, ist allerdings unsicher, berichten die “Vorarlberger Nachrichten”.

Die Finanzierung der derzeit österreichweit 83 Dreier-Teams – bestehend aus Sozialpädagogen, Sozialarbeitern und Psychologen mit besonderen Sprachen- und Kulturkenntnissen – sei nur bis Ende 2016 vereinbart, wird das Finanzministerium zitiert. Außerdem habe das Bildungsministerium noch nicht nachvollziehbar die Wirksamkeit der Maßnahme darstellen können.

Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Bildungs- und Finanzministerium um eine Verlängerung des befristeten Projekts, wie man auf APA-Anfrage im Bildungsressort bestätigt. Man sei “in guten Gesprächen”, Ziel sei jedenfalls eine rasche Weiterführung der Maßnahme, mit der man sehr positive erste Erfahrungen gemacht habe. Es sei auch eine Evaluierung geplant.

Für eine Weiterführung plädiert in den “Vorarlberger Nachrichten” auch die Vorarlberger Schullandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP), die interkulturellen Teams seien “eine wesentliche Unterstützung”. Grünen-Bildungssprecher Harald Walser pochte in einer Ausssendung ebenfalls darauf, das Projekt zu verlängern. Immerhin hätten diese ihre Arbeit gerade erst begonnen und “alle Beteiligten an den Schulen berichten, dass die Arbeit dieser Teams hervorragend klappt”.

(APA)

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