Weltspartag: Tipps zum Sparen trotz niedriger Zinsen

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Die Sparzinsen haben im Vergleich zum Vorjahr noch einmal einen Schritt nach unten gemacht und sind auf historischem Tiefstand.
Die Sparzinsen haben im Vergleich zum Vorjahr noch einmal einen Schritt nach unten gemacht und sind auf historischem Tiefstand. - © Bilderbox/Symbolbild
Bereits zum 90. Mal ist am letzten Werktag im Oktober Weltspartag. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch diesmal für die Sparer und Banken wenig zu feiern. Die AK gibt Tipps, damit der Zinsertrag nicht noch schmäler wird.

Die Sparzinsen haben sich nochmals verschlechtert. Eine Trendwende ist weiterhin nicht absehbar. Der einzige Trost, der verbleibt: tiefer kann es wohl nicht mehr gehen.

Sparzinsen auf Tiefstständen

Die Sparzinsen haben im Vergleich zum Weltspartag vor einem Jahr noch einmal einen Schritt nach unten gemacht und sind zur Jahresmitte auf den historischen Tiefstständen von durchschnittlich 0,6 Prozent für täglich fällige Einlagen und 1,4 Prozent für Laufzeiten ab zwei Jahren gelandet. Manche Institute bieten nur mehr 0,05 Prozent. Dass am Schalter einmal Negativzinsen auf Sparbücher aushängen, haben die österreichischen Banken bisher ausgeschlossen.

AK-Tipps zum Weltspartag

  • Werfen Sie einen Blick auf bestehende Sparbücher: Kann zum Beispiel von täglich fällig auf ein besser verzinstes Sparprodukt mit Bindung umgeschichtet werden? Bietet die Hausbank etwa eine besser verzinste Sparcard, auf die “Überschüssiges” vom Girokonto überwiesen werden kann? Prüfen Sie auch Ihre Habenzinsen am Girokonto.
  • Wer sein Geld länger binden möchte, bekommt in der Regel mehr Zinsen. Richten Sie die ausgewählte Bindungsfrist nach Ihren Sparzielen. Der Notgroschen sollte sofort verfügbar sein. Vorsicht bei einer vorzeiten Abhebung – im Regelfall sind Vorschusszinsen von einem Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Bindungsdauer zu zahlen.
  • Beachten Sie: Bei Sparbuch oder Sparcard können mitunter Spesen für die Schließung anfallen.
  • Achten Sie bei Neuabschlüssen von Sparbüchern, ob der Zinssatz fix oder variabel ist. Das ist bei einer langen Bindung (etwa auf zehn Jahre) bedeutend. Steigen die Marktzinsen, kostet der vorzeitige Ausstieg aus einem fix verzinsten Sparbuch Geld. Das Nichteinhalten einer vereinbarten Bindungsfrist kostet ein Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Bindungsdauer.
  • Alternativen zum Sparbuch sind im Regelfall riskanter. Denn Wertpapiere wie Investmentfonds oder Anleihen unterliegen nicht der Einlagensicherung. Für die Beurteilung von Rendite, Risiken, Bindungsfristen und Kosten von Geldanlageprodukten abseits des Sparbuches ist gute Beratung unerlässlich. Statt Sparen auf einem niedrig verzinsten Sparbuch ist es auch überlegenswert, einen bestehenden (eventuell teuren) Kredit teil-weise oder gänzlich zu tilgen – dies spart Kreditzinsen.
  • Online-Sparprodukte bieten höhere Zinsen als “normale” – dafür fällt in der Regel eine persönliche Betreuung (etwa in der Filiale) weg.
  • Eine Checkliste, was beim Online-Sparen zu beachten ist, finden Sie im Internet unter wien.arbeiterkammer.at.
  • Vergleichen Sie die Zinsen mit dem AK Bankenrechner. Sie finden den Rechner unter www.ak-bankenrechner.at

Sparen zahlt sich kaum aus

Bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent zahlt sich Sparen real eigentlich nicht mehr aus. Trotzdem wird für wichtige Anschaffungen weiter Geld auf die Seite gelegt. Trotz der minimalen Zinsen stieg das Einlagenvolumen bis zur Jahresmitte um 2,2 Prozent. Die Sparquote legte wohl mangels sicherer Alternativen gegenüber dem vorigen Jahr von 5,2 auf 6,7 Prozent zu. Sie liegt im europäischen Mittelfeld. Die Österreicher haben 361 Mrd. Euro auf der hohen Kante.

Aus alter Weltspartags-Tradition warten die Banken mit kleinen Geschenken auf ihre Kunden. Viele verteilen befristet auch Zinszuckerln. (APA/SALZBURG24)

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