Weniger Russen und Chinesen 2016 zum Shopping in Österreich

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Uhren, Schmuck und Designerkleidung sind besonders beliebt
Uhren, Schmuck und Designerkleidung sind besonders beliebt - © APA (Hochmuth)
Weniger Shopping-Touristen aus Nicht-EU-Ländern – vor allem Russen und Chinesen – waren im vergangenen Jahr 2016 in Österreich unterwegs. 2015 hatte es erstmals einen Rückgang gegeben. Die Rubel- und Yuan-Abwertung, der Ölpreisverfall und die Sicherheitslage in Europa drückten auf die Shoppinglaune der finanzkräftigen Touristen. Seit Herbst ist aber eine Trendwende erkennbar.

2016 sanken die Tax-Free-Umsätze in Österreich um rund 12 Prozent, geht aus aggregierten Daten des Mehrwertsteuer-Rückerstatter Global Blue hervor. Global Blue hat einen Marktanteil von 80 Prozent bei der Rückerstattung in Österreich und verrechnet den Touristen für die Abwicklung zwischen 5 und 20 Prozent Servicegebühr. Die Shopping-Ausgaben von Reisenden aus Russland gingen 2016 um 26 Prozent zurück, nach einem Rückgang von 41 Prozent im Jahr 2015 und minus 20 Prozent im Jahr 2014. Im Schnitt gaben russische Gäste 2016 463 Euro pro Einkauf aus.

Trendwende bei Shopping-Ausgaben

Bei Touristen aus China sanken die Ausgaben um 12 Prozent, bei Schweizern um 19 Prozent und bei Taiwanesen um 20 Prozent. Luxusgüter wie Uhren, Schmuck und Designerkleidung sind in diesen Ländern teilweise deutlich teurer als in Österreich. Chinesische Touristen machen bereits ein Drittel der Tax-Free-Umsätze in Österreich aus, gefolgt von Russen (10 Prozent), Schweizern (6 Prozent) und Taiwanesen (5 Prozent). Auf Rang 5 der ausgabefreudigsten Shopping-Touristen aus Nicht-EU-Ländern in Österreich liegt Korea, gefolgt von der Ukraine, Thailand, den USA, Serbien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Seit Herbst ist aber eine Trendwende bei den Shopping-Ausgaben erkennbar, im Oktober verzeichnete Global Blue ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, im November einen Anstieg von 7 Prozent und im Dezember ein Plus von 11 Prozent. “Die Chinesen und Russen kommen wieder”, sagte Jiri Macas, Geschäftsführer von Global Blue in Österreich, zur APA. Für 2017 erwartet er “einen positiven Trend”, aufgrund der weltpolitischen Lage sei eine genaue Prognose aber “ein Blick in die Glaskugel”.

61 Prozent der Tax-Free-Umsätze in Österreich gaben Shopping-Touristen in Wien aus, 9 Prozent entfielen auf das Burgenland mit dem Designer-Outlet Parndorf und 6 Prozent auf Tirol mit den Swarovski-Kristallwelten. Einkäufe von Touristen aus Nicht-EU-Ländern sind von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie keinen Wohnsitz in der EU haben, die Rechnung 75 Euro übersteigt und ein Ausfuhrnachweis vorliegt. In Deutschland gibt es keine Mindestgrenze für die Rückerstattung.

(APA)

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