Werbespot ansehen und gratis Öffis fahren: NEOS wollen erfolgreiches Modell nach Salzburg holen

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Statt ein Ticket zu kaufen, reicht es vielleicht bald aus, sich ein Werbevideo eine Sponsors anzuschauen.
Statt ein Ticket zu kaufen, reicht es vielleicht bald aus, sich ein Werbevideo eine Sponsors anzuschauen. - © Salzburg AG
Ohne Bezahlung mit Bus und Bahn fahren – ganz legal. Das geht nicht? Doch! Man braucht nur ein Smartphone, etwas Datenvolumen, schaut sich ein Werbevideo an und bekommt dafür ein Ticket. Was in Düsseldorf seit Ende letzten Jahres erfolgreich läuft wollen die NEOS jetzt nach Salzburg holen.





“Was in Düsseldorf geht, soll auch in der Stadt Salzburg möglich sein”, ist sich Gemeinderat Lukas Rößlhuber von den NEOS sicher. Zumindest technisch dürfte das sehr einfach umzusetzen sein. Denn möglich macht das die App “Welect Go” über die man sich einen kurzen Werbespot (im Schnitt zirka 20 Sekunden) anschaut und dafür direkt ein Öffi-Ticket aufs Handy bekommt – bezahlt von den Sponsoren. Das Besondere: Die Sponsoren, von denen Werbeclips angezeigt werden, kann man sich aussuchen.

Spot anschauen, statt Ticket kaufen

Einen Spot anzuschauen, anstatt ein Ticket zu kaufen sei “eine unglaubliche Attraktivierung für den öffentlichen Verkehr”, so Rößluber am Freitag im Gespräch mit SALZBURG24. Logischerweise müsste man als Partner für dieses Konzept die Salzburg AG, den Verkehrsbund sowie Stadt und Land Salzburg gewinnen. Erste Gespräche mit Verantwortlichen wolle man bereits in naher Zukunft führen. Der 23-jährige Gemeinderat, der mit “Welect Go” vor allem die Jugend angesprochen sieht (“das gibt es ja schon bei vielen Handyspielen”), fordert die Verantwortlichen auf, sich rasch mit Düsseldorf zu vernetzen und dieses „Zukunftssystem“ nach Salzburg zu bringen. Potentielle Werbepartner und Kunden gebe es “wie Sand am Meer”, sagt Rößlhuber.

Eine kinderleichte Handhabung für den User ist garantiert. Die App ist kinderleicht zu bedienen./www.welect.de/Screenshot ©

Keine datenschutzrechtlichen Bedenken

Datenschutzrechtliche Bedenken gebe es übrigens nicht, sagen die App-Entwickler. Informationen über die Nutzer würden demnach nicht an Partner oder Sponsoren weitergegeben werden. Die Kunden erhielten lediglich anonymisierte Informationen, etwa wie häufig ein Werbespot angesehen wurde oder ob die Nutzer eher männlich oder weiblich waren, setzt das Erfinder-Duo in ihrer Datenschutzerklärung fest.

Konzept in Düsseldorf erfolgreich

In Düsseldorf, wo das Konzept seit Ende letzten Jahres getestet wird, hat sich jedenfalls ein regelrechter Hype um das Gratis-Öffiticket entwickelt. Schon am ersten Tag war das von den werbetreibenden Firmen zur Verfügung gestellte Kontingent von rund 18.000 Tickets innerhalb weniger Stunden ausgeschöpft. Auch die App-Entwickler selbst dürften von dem Erfolg überrascht worden sein. Von November letzten Jahres bis April in diesem Jahr haben sich rund 50.000 User für diesen Service registriert, heißt es auf der Facebookseite.

 

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