Zug verlor Tür – Westbahnstrecke blockiert

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ICE blieb in Tunnel stecken
ICE blieb in Tunnel stecken - © APA (dpa)
Ein stecken gebliebener Zug hat am Freitag die Westbahnstrecke im Abschnitt Wien – St. Pölten blockiert. Ein ICE mit 300 Passagieren an Bord überfuhr in einem Tunnel nahe des Bahnhofs Tullnerfeld eine von einem anderen Zug verlorene Tür und blieb stecken, teilte die ÖBB mit. Verletzt wurde niemand. Die Fahrgäste mussten evakuiert werden. Die ÖBB rechnete mit einer stundenlangen Sperre der Strecke.

Seif zufolge hatte ein russischer Zug auf dem Weg von Moskau nach Nizza im 3,3 Kilometer langen Stierschweiffeldtunnel nahe der Ortschaft Rassing, Teil der Tunnelkette Perschling auf der Westbahn-Neubaustrecke, eine Tür verloren. Der nachfolgende ICE 90 (Wien – Hamburg) überfuhr das Hindernis, das sich im Drehgestell verfangen haben dürfte, und wurde gestoppt.

300 Fahrgäste müssen Zug verlassen

Für die etwa 300 Fahrgäste an Bord begann ein Feuerwehreinsatz. Vor der Evakuierung, die nicht über die Portale, sondern über die Notausstiege 4 und 5 des Stierschweiffeldtunnels erfolgen sollte, musste der Strom abgeschaltet werden, teilte Franz Resperger vom Landeskommando NÖ mit. Die Passagiere sollten in der Folge mit Autobussen nach St. Pölten gebracht werden, sagte Seif.

Züge über Herzogenburg umgeleitet

Züge, die zum Zeitpunkt des Zwischenfalls gegen 13.15 Uhr unterwegs waren, wurden dem ÖBB-Sprecher zufolge über Herzogenburg in die NÖ Landeshauptstadt umgeleitet. Weitere Garnituren mussten während der Unterbrechung über die Altbaustrecke und somit über Rekawinkel und Neulengbach fahren.

ÖBB: Stundenlange Tunnel-Sperre auf Westbahnstrecke

Die ÖBB gingen von einer stundenlangen Sperre des Tunnels und damit der Hochleistungsstrecke aus. Eine genaue Dauer war Seif zufolge vorerst nicht abzuschätzen. Zuerst müsse nach der Evakuierung der Fahrgäste der ICE weggebracht werden, sagte der Sprecher. Danach müsse überprüft werden, ob Schaden an der Infrastruktur (Schienen, Oberbau, Tunnel selbst) entstanden sei.

Am Ort des Zwischenfalls standen vorerst sechs Feuerwehren im Einsatz, sagte Resperger. Er ging jedoch davon aus, dass sich die Zahl noch erhöhen werde.

(APA)

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