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“Sie war so voller Leben”: Superstar Whitney Houston ist tot

“Sie war so voller Leben”: Superstar Whitney Houston ist tot
Sie war die “Queen of Pop” und eine der erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten: Nun ist Whitney Houston im Alter von nur 48 Jahren gestorben.

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Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde die US-amerikanische Pop- und Soulsängerin am Samstagnachmittag (Ortszeit) in einem Hotel im kalifornischen Beverly Hills bei Los Angeles tot aufgefunden. Eine Ursache ist bisher nicht bekannt, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut einem Polizeisprecher nicht. Der Tod der Ausnahmekünstlerin löste weltweit Bestürzung aus. Die Sängerin starb nur einen Tag vor der Verleihung der begehrten Grammy Awards, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere selbst mehrfach ausgezeichnet wurde.

In Badewanne gefunden

Der Leichnam der am Samstag verstorbenen US-amerikanischen Sängerin Whitney Houston ist aus dem Hotel, in dem sie tot aufgefunden worden war, in ein Leichenschauhaus gebracht worden. Danach werde eine Autopsie durchgeführt, erklärte ein Sprecher der Gerichtsmedizin von Los Angeles, Brian Elias. Ein Termin für die Obduktion der Leiche stehe noch nicht fest, zuvor wolle man die Berichte der Ermittler abwarten.

Elias wollte sich nicht dazu äußern, wie Houstons Leichnam aufgefunden wurde. Der Promi-Internetdienst “TMZ.com” meldete, Houston sei in der Badewanne gelegen und möglicherweise ertrunken. Illegale Drogen seien ebenso wenig gefunden worden wie Hinweise auf etwaigen Alkoholkonsum im Hotelzimmer. Polizisten sollen aber “diverse Tabletten” gefunden haben. Eine Bestätigung gibt es dafür nicht.

Wenige Stockwerke über jenem Zimmer im Beverly Hilton Hotel, in dem Houston um 15.55 Uhr (1.00 Uhr österreichischer Zeit) nach gescheiterten Wiederbelebungsversuchen für tot erklärt wurde, fand wenige Stunden später ein Grammy-Galaabend statt, bei dem die Sängerin laut “People”-Magazin noch auftreten sollte. Der Organisator des Abends, Clive Davis, hatte die Sängerin in den 80er Jahren im Teenageralter entdeckt und fungierte über 30 Jahre lang als ihr Mentor. “Whitney hätte gewollt, dass wir weitermachen, und ihre Familie hat uns auch gebeten, das zu tun”, sagte der “am Boden zerstörte” Davis laut dem US-Branchenblatt “Hollywood Reporter” bei der Party in seiner Ansprache. “Sie war so voller Leben, sie hat sich so auf heute Abend gefreut.”

Auch Neil Portnow, Präsident der die Grammys vergebenden Recording Academy, hatte die Sängerin zuletzt sehr positiv erlebt. Journalisten bei Davis’ Party erzählte er, sie habe “toll geklungen, toll ausgehen, sie war voller Leben”. Bei der Verleihung der begehrten Musikpreise am Sonntagabend (Ortszeit) wird der Musikdiva kurzfristig Tribut gezollt. Laut Show-Produzenten Ken Ehrlich soll bei dem “respektvollen und angemessenen” Gedenken u.a. die 30-jährige Jennifer Hudson singen. “Sie hätte das auch so gewollt. Sie war eine große Künstlerin, eine große Darstellerin und wusste wie wichtig es ist, ein Publikum zu begeistern”, so Ehrlich gegenüber CNN. “Und genau das wollen wir heute Abend tun.”

Whitney Houston stammte aus Musiker-Familie

Die am 8. August 1963 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geborene Houston stammte aus einer Musiker-Familie. Ihre Mutter sang im Hintergrundchor von Elvis Presley, ihre Cousinen Dionne und Dee Dee Warwick wurden Soul-Stars, ihre Patentante ist die legendäre Aretha Franklin. Bereits im Alter von 14 Jahren hatte Houston ihre erste Plattenaufnahme, später sang sie mit ihrer Mutter in Nachtclubs und schaffte es als Fotomodel in einer Zeit, in der schwarze Models noch eine Kuriosität waren, auf die Titelseiten.

In den 80er und 90er Jahren avancierte die junge Schönheit mit der außergewöhnlichen Stimme schließlich zum Superstar und feierte Erfolge mit Chart-Hits wie “Saving All My Love For You”, “How Will I Know”, “I Wanna Dance With Somebody” und der romantischen Hymne einer ganzen Generation, “I Will Always Love You”. Gänsehaut erzeugte nicht nur ihr offizielles Lied der Olympischen Spiele 1988, “One Moment in Time”, sondern auch ihre Darbietung der US-Nationalhymne beim Super Bowl 1991, die zum ersten und einzigen Mal in den Charts landete. Die mit den meisten Auszeichnungen bedachte Künstlerin aller Zeiten verkaufte weltweit mehr als 170 Millionen Platten und erhielt u.a. sechs Grammy- und 30 Billboard Music Awards. An der Seite von etwa Denzel Washington (“Rendezvous mit einem Engel”) oder Kevin Costner (“Bodyguard”) erntete Houston in den 90er Jahren auch als Schauspielerin Anerkennung.

Karriere geriet ins Wanken

Mit der 1992 geschlossenen Ehe zum R&B-Sänger Bobby Brown geriet ihr Leben jedoch auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ins Wanken. Brown galt als der personifizierte schlechte Einfluss: Negativ-Schlagzeilen, wonach er seine Frau schlug und betrog, häuften sich. Auch für ihre Alkohol- und Rauschgiftsucht zeichnete er verantwortlich. Nach 15 Jahren wurde die Ehe, aus der die heute 18-jährige Bobbi Kristina hervorging, geschieden, doch von den Drogen kam Houston nicht weg. Immer wieder gelangen ihr kurzzeitig Erfolge – ob mit “My Love is Your Love” 1998 oder zuletzt “I Look To You” im August 2009 – doch eine Comeback-Tournee floppte. Im Mai 2010 gab sie ein enttäuschendes Konzert in der nicht ausverkauften Wiener Stadthalle, ehe sie kurz darauf erneut in eine Entzugsklinik ging.

Trotz ihrer tragischen Vorgeschichte kommt der Tod Houstons überraschend, schien es zuletzt doch wieder bergauf zu gehen: “Sparkle”, ein lose auf der Karriere von “The Supremes” basierender Film von 1976, sollte ihr Comeback auf der Kinoleinwand darstellen. Der Streifen, in dem Houston die Mutter der Showbiz-Schwestern verkörpert, soll wie geplant im August in die US-Kinos kommen und laut “Billboard” die letzten Aufnahmen der Souldiva enthalten: Den Gospelklassiker “Eyes on the Sparrow” sowie ein Duett mit Hauptdarstellerin Jordin Sparks, “Celebrate”. Zudem war Houston als Jurymitglied in der US-TV-Castingshow “X Factor” im Gespräch.

Promis zutiefst erschüttert

Prominente Wegbegleiter und Bewunderer zeigten sich ob der Nachricht ihres Todes zutiefst erschüttert. Ihre Patentante Aretha Franklin, eine enge Freundin von Houstons Mutter Cissy, gab sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter “sprachlos”. “Mein Herz ist jetzt bei Cissy, (Whitney Houstons) Tochter Bobbi Kris, ihrer Familie und (Ex-Ehemann) Bobby.” Auch Mariah Carey, die mit Houston Ende der 90er das Duett “When You Believe” sang, zeigte sich zutiefst betroffen. “Mein Herz ist gebrochen und ich bin unter Tränen nach dem schockierenden Tod meiner Freundin, der unvergleichlichen Ms. Whitney Houston”, so die Pop-Diva. “Sie hat den Weg für jeden einzelnen Sänger in der Musikbranche geebnet”, schrieb Soulsängerin Toni Braxton, und “hat uns so viele große Songs geschenkt, sodass wir sie nie vergessen werden”, so Musikproduzent Rodney “Darkchild” Jenkins. (APA)

Polizei: Todesursache noch unklar

Whitneys Liebeshymne “I will always love you”

Whitney Houston: Die Top 25-Hits



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