Wie Bergputzer, Straßenreiniger, Gärtner und Co. die Stadt Salzburg zum Glänzen bringen

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Im Hintergrund arbeiten in der Stadt Salzburg zahlreiche Menschen am Erscheinungsbild der Altstadt.
Im Hintergrund arbeiten in der Stadt Salzburg zahlreiche Menschen am Erscheinungsbild der Altstadt. - © Neumayr/Archiv
Die Altstadt ist das Aushängeschild Salzburgs – und boomt wie nie. Rund 4.500 Menschen bewohnen sie, dazu kommen noch drei Millionen Übernachtungs- und über sechs Millionen Tagesgäste pro Jahr. An die 300 Menschen arbeiten im Dienste der Stadt daran, dass dieses „belebte Juwel“, wie es Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) am Donnerstag in einem Pressegespräch nennt, auch seinen Glanz behält.





„Wir beide sehen es als eine ganz wesentliche Aufgabe der Stadt, dieses einzigartige Erbe in seiner Schönheit zu erhalten, es zu pflegen und zugleich für seine Bewohner, Gäste und kommende Generationen lebenswert zu gestalten“, versichern Preuner und Baustadträtin Barbara Unterkofler (NEOS) unisono bei dem gemeinsamen Termin im Schloss Mirabell.

Bürgermeister Preuner und Stadträtin Unterkofler beim Pressegespräch./Stadt Salzburg/Gaby Strobl-Schilcher Bürgermeister Preuner und Stadträtin Unterkofler beim Pressegespräch./Stadt Salzburg/Gaby Strobl-Schilcher ©

Kajetanerplatz in der Stadt Salzburg wird neu gestaltet

Das äußere Erscheinungsbild lässt sich die Stadt einiges kosten. So wurden in den vergangenen Jahren 13,3 Millionen Euro in die Neugestaltung der Straßen und Plätze investiert. Zu den Prestigeprojekten gehören unter anderem die Getreidegasse, die Griesgasse, aber auch der Residenzplatz. Dort starteten Ende Februar die Arbeiten. Als nächstes stehen auf Unterkoflers Agenda die Neugestaltung des Kajetanerplatzes sowie der Gold- und der Judengasse. Noch heuer soll am Kajetanerplatz der Kanal erneuert werden. Die Oberfläche folgt im kommenden Jahr. Eine Ausschreibung ist dazu bereits erfolgt, in den kommenden Wochen will die Baustadträtin die Pläne bekannt machen.

Weitere Bauarbeiten sind in der Philharmoniker-Gasse am Grünmarkt und am Ferdinand-Hanusch-Platz geplant. Hier will man die öffentlichen Toilettanlagen an moderne Standards anpassen. „In der Philharmonikergasse wird zukünftig nicht nur ein beidseitig anfahrbares, barrierefreies WC zur Verfügung stehen, sondern davon getrennt ein zusätzliches Markt-WC mit eigenem Ausgussbecken“, zeigt Unterkofler auf. Derzeit stehen im Altstadtbereich acht öffentliche Toiletten zur Verfügung, vier davon sind barrierefrei. Jedoch nicht nur WC werden von der Stadt betrieben, sondern auch 19 Trinkwasserbrunnen im Altstadtbereich.

19 Trinkwasserbrunnen in der Salzburger Altstadt./Stadt Salzburg 19 Trinkwasserbrunnen in der Salzburger Altstadt./Stadt Salzburg ©

Jährlich 750 Lkw-Ladungen an Schmutz

Für saubere Straßen sorgen indes die Männer der städtischen Straßenreinigung. Tagtäglich sind sie noch vor dem Berufsverkehr zwischen 5 und 7 Uhr früh mit Besen, Wasch- und Kehrwagen im Einsatz. Sogar zwei Mal täglich rückt das Altstadt-Saugi-Team aus. Sie reinigen die Gassen und Plätze, und sind auch diejenigen, die die 348 Mistkübel entleeren. „Jährlich entfernen wir so 7.200 Kubikmeter oder 750 Lkw-Ladungen an Schmutz aus der Altstadt“, erläutert die ressortzuständige Unterkofler.

Geputzt werden müssen auch die Salzburger Stadtberge – Mönchsberg, Kapuzinerberg, Nonnberg, Rainberg und Hellbrunnerberg. Die Einsatzfläche der Bergputzer umfasst satte 274.000 Quadratmeter. Sie klopfen mit schwerem Hammer und Brechstangen den Fels nach losem Gestein ab. Im Winter werden an den Wänden Eiszapfen entfernt und mit Motorsägen Sträucher und Stauden zurückgeschnitten.

Die Bergputzer sind auf den Salzburger Stadtbergen im Einsatz./APA/Barbara Gindl/Archiv Die Bergputzer sind auf den Salzburger Stadtbergen im Einsatz./APA/Barbara Gindl/Archiv ©

300.000 Blumen blühen in den Stadtgärten

Ist die Stadt einmal sauber, geht es an die Dekoration. Die Stadtgärtner pflanzen jährlich rund 300.000 blühende Gewächse in die Beete. Daneben fällt noch das Mähen der Salzachböschung in ihre Zuständigkeit.

Nicht zuletzt entfallen etwa 2.000 Arbeitsstunden jährlich auf die Wartung der Beleuchtung. In der Altstadt werden rund 1.200 Leuchten eingesetzt. Diese wurden mittlerweile allesamt auf LED umgestellt. „So sparen wir den Jahresenergiebedarf von 70 Drei-Personen-Haushalten ein“, rechnet Unterkofler vor. Die Stadt hat des Weiteren noch 500 Hochleistungsscheinwerfer in Betrieb, um Gebäude, Brunnen und Denkmäler zu beleuchten – seit Neuestem auch mobile Farbscheinwerfer. So kann zum Beispiel das Schloss Mirabell – wie am St. Patricks Day in grünem Licht – bunt erstrahlen. Am Nationalfeiertag ist somit ein rot-weiß-rotes Schloss möglich.

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