Wie stehen die BP-Kandidaten zur Legalisierung von Cannabis?

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Die Cannabis-Legalisierung ist in Österreich umstritten.
Die Cannabis-Legalisierung ist in Österreich umstritten. - © epa
Der Schwerpunkt zum Thema „Cannabis als Medizin“ auf SALZBURG24 hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. In einer aktuellen Abstimmung sprechen sich 58,9 Prozent der User für die Legalisierung aus. Wie stehen eigentlich unsere Bundespräsidentschaftskandidaten, Norbert Hofer und Alexander van der Bellen, dazu? Wir haben nachrecherchiert.

2.060 SALZBURG24-User (Stand: 13. Mai 2016, 13.30 Uhr) haben bisher bei der am 9. Mai veröffentlichten Umfrage abgestimmt. Auf die Frage ob Cannabis legalisiert werden soll, sagen 1.212 der Befragten (58,7 Prozent) „Ja, unbedingt“, 488 (23,7 Prozent) sind für „nur unter bestimmten Voraussetzungen“ und 360 User (17,6 Prozent) sind dagegen.

Mit der Frage, ob sie für oder gegen eine Legalisierung sind, sind auch die Bundespräsidentschafts-Kandidaten in einzelnen Interviews konfrontiert worden. Ihre Aussagen haben wir für euch zusammengetragen.

So denken die BP-Kandidaten über die Cannabis-Legalisierung./APA/ROLAND SCHLAGER So denken die BP-Kandidaten über die Cannabis-Legalisierung./APA/ROLAND SCHLAGER ©

Das sagen die BP-Kandidaten über Cannabis?

Alexander Van der Bellen über Cannabis:

In einem auf Ö3 veröffentlichten Interview im April dieses Jahres wird Alexander Van der Bellen von einer Hörerin gefragt, wie er zur Legalisierung zu Cannabis steht. Seine Antwort: Für ihn gebe es jetzt weder ein klares Ja, noch ein klares Nein. „vor 20 Jahren war ich noch für eine kontrollierte Legalisierung. Inzwischen gibt es verschiedene Untersuchungen, die sagen, dass sich die chemische Zusammensetzung ändert, dass das für junge Leute sehr problematisch ist. Ich würde mich hier als nicht trauen ja oder nein zu sagen“, sagte Van der Bellen im Radio.

Noch 2002 empörte Van der Bellen, damals Chef der Grünen, in einem Presse-Interview mit dem Sager: „Cannabis ist kein Droge“. Van der Bellen meinte damals, dass die Grünen das Thema Freigabe weicher Drogen von sich aus pushen werden. “Aber wenn Sie mich denn fragen, muss ich antworten: Nach allem, was ich weiß, ist Cannabis keine Droge. Das ist aus historischen Gründen bei uns verfemt und verpönt. Alkohol – das ist eine gefährliche Geschichte”. Alkohol sei zwar freigegeben, unterliege aber doch Beschränkungen, die dann auch bei Cannabis entsprechend beachtet werden sollten. Mit der schweren Droge Alkohol habe die Gesellschaft irgendwie gelernt umzugehen. “Verglichen damit erinnert mich die Cannabis-Diskussion schon fast an die Kaffee-Diskussion im 18. Jahrhundert, wo Kaffeegenuss ja zunächst auch unter Strafe gestellt wurde”, gab der Grün-Politiker zu bedenken.

In einem Interview mit Schülern im Februar dieses Jahres gestand Van der Bellen, dass er sogar schon mal Cannabis probiert hat. “Ich kann mich schon vage erinnern – ich hab’ in Oslo einmal etwas zu rauchen gekriegt, von dem ich furchtbare Albträume hatte“, sagte er.

Norbert Hofer über Cannabis:

Klar gegen die Legalisierung oder Teillegalisierung von Cannabis sprechen sich bekanntlich die Freiheitlichen aus – so auch Norbert Hofer. In einem Talk mit der Krone im April, bei dem auch seine 13-jährige Tochter Anna-Sophie dabei war, erzählt er, dass er in seinem Leben noch kein einziges Mal an einem Joint gezogen hätte.  Hier ein Auszug des Interviews:

Anna-Sophie: Ich hab’s noch nicht probiert.

“Krone”: Was wäre, wenn?

Hofer: Dann hätten wir ein echtes Problem. Ich habe auch mein ganzes Leben lang noch nicht einmal einen Zug von irgendeinem Joint genommen. Da würde es Konsequenzen geben.

“Krone”: Welche denn?

Hofer: Bei Haschisch gäbe es Hausarrest. Wenn ein erwachsener Mensch das ausprobiert, dann ist das sicher keine Katastrophe. Aber in dem Alter halte ich das für extrem gefährlich. Da sie aber viel Sport macht, bewegt sie sich in einem sicheren Umfeld. Als Eltern kann man da schon die Rahmenbedingungen festlegen.

Wie auch die Bundespartei ist es für Hofer wichtig, „die Jugend vor Drogen zu schützen“. Die FPÖ sieht Cannabis einheitlich als Einstiegsdroge und weist in verschiedensten Aussendungen zum Thema auch immer wieder auf die Gefahren hin. Jene die eine Legalisierung fordern, „spielen mit der Gesundheit der Menschen“.

 

 

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