9. Februar 2010 12:26; Akt.: 9.02.2010 12:26

Wien ist nicht teuerste Stadt Österreichs

Die Verteilung in Österreich Die Verteilung in Österreich - © APA
Neben Innsbruck und Kitzbühel lebt man in, und um Wien herum am teursten. Abgesehen von der Bundeshauptstadt und Umgebung, kommt man vergleichsweise im Osten Österreichs jedoch am günstigsten weg.

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Wohnen ist in Österreich im Westen am teuersten. Im Osten werden so hohe Preise nur in Wien und im Speckgürtel um Wien erreicht. Teuerster Ort ist Kitzbühel, teuerste Landeshauptstadt Innsbruck. Dies geht aus der neuesten Studie der Immobilienplattform www.immobilien.net hervor, die heute, Dienstag, präsentiert wurde. Die größten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen haben 2009 Niederösterreich (+11 Prozent) und das Burgenland (+11 Prozent) verzeichnet.

Gefallen sind die Preise dagegen in Kärnten (-7 Prozent) und der Steiermark (-5 Prozent). Teuerste Landeshauptstadt für Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand ist Innsbruck mit (im Median) 3.220 Euro pro Quadratmeter. Die Preise über alle Eigentumswohnungs-Angebote in der Tiroler Hauptstadt (in gutem und sehr gutem Zustand sowie Neubauten) legten im Jahresvergleich um 7 Prozent zu.

 
Wien belegt 3. Platz
Platz zwei bei Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand belegte Salzburg mit (im Median) 2.921 Euro/m2 (+12 Prozent gegenüber 2008), die Bundeshauptstadt Wien reihte sich mit 2.688 Euro/m2 (+6 Prozent) auf Platz drei. In der Kulturhauptstadt 2009 Linz wurden ebenfalls Spitzenpreise bei Wohnungen in sehr gutem Zustand von 2.630 Euro/m2 verzeichnet; gegenüber 2008 legten die Preise hier nochmals um 2 Prozent zu.

Günstiger ist die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz mit 2.335 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Am günstigsten waren die Wohnungspreise in St. Pölten (1.290 Euro/m2) und Eisenstadt (1.217 Euro/m2). Im Mittelfeld in der Top-Kategorie bei den sehr guten Eigentumswohnungen positionieren sich Graz mit 2.134 Euro/m2 und Klagenfurt mit 1.950 Euro/m2.

Ferienregionen erzielen Spitzenpreise
Spitzenpreise bei Immobilien erzielten neben den Landeshauptstädten vor allem Ferienregionen. Zu den teuersten zählte 2009 der Bezirk Kitzbühel mit einem Angebotspreis von rund 3.000 Euro/m2. Noch teurer ist die Stadt Kitzbühel. Hier kostete der Quadratmeter Eigentum in sehr gutem Zustand 4.876 Euro.

Im Osten werden so hohe Preise wie in den westlichen Bundesländern nur in Wien und in den Regionen um Wien erreicht. So kostete im Vorjahr eine Wohnung in sehr gutem Zustand in Klosterneuburg 2.675 Euro/m2. Für Wohnungen im Bezirk Wien-Umgebung musste man im Durchschnitt 2.550 Euro/m2 bezahlen.

Nach einem leichten Rückgang bei den Hauspreisen im Jahr 2008 (-1 Prozent), stiegen die Angebotspreise 2009 trotz rückläufiger Nachfrage österreichweit um 5 Prozent. Zu erklären sei dies durch mehr Häuser in besseren Lagen und höherer Qualität im Angebot, so Immobilien.net-Geschäftsführer Alexander Ertler. “Immobilien in infrastrukturell gut ausgebauten Gebieten erzielen höhere Preise, während solche in weniger guten Lagen 2010 stagnieren bzw. weiter fallen werden”, erklärt Ertler.

Weniger Nachfrage nach Grundstücken

Die im Österreichvergleich massiv gesunkene Nachfrage nach Grundstücken hat sich insgesamt auf die durchschnittlichen Preise ausgewirkt. Diese haben im Jahresvergleich österreichweit um 9 Prozent nachgegeben. Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter Privatgrund aktuell 89 Euro. In Niederösterreich wurden Grundstücke um 6 Prozent günstiger (aktuell im Median 94 Euro/m2), in der Steiermark um 5 Prozent (50 Euro/m2). Anders in Tirol, wo ein relativ geringes Angebot weiterhin auf eine hohe Nachfrage trifft und Haus- als auch Grundpreise gestiegen sind.

Aufgrund der starken Nachfrage bei Mietwohnungen sind die Mieten österreichweit um 2 Prozent gestiegen. Darüber hinaus sei das Angebot an jüngeren Baujahren in den Landeshauptstädten 2009 größer geworden, was zu höheren Angebotspreisen führte, erklärt Ertler die Steigerungen bei den Mietpreisen am freien Markt.

Innsbruck am teuersten

Der Vergleich der neun Landeshauptstädte zeigt: Innsbruck ist auch bei den Mieten mit 10,7 Euro/m2; die teuerste Landeshauptstadt. Wohnungen in sehr gutem Zustand kosten hier sogar 11,4 Euro/m2. In der Stadt Salzburg legten die Preise mit 9 Prozent am stärksten, auf 9,5 Euro/m2, zu. In Wien kosteten Wohnungen 9,3 Euro/m2, wobei Innenstadtlagen rund 15 Euro/m2 erreichten, Randbezirke dagegen nur 7 bis 8 Euro/m2. Die Landeshauptstädte Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt verzeichnen mit 6,6 Euro/m2 die günstigsten Mieten in Österreich.


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