Wien-Sieger Murray wieder auf dem Weg nach oben

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Für Murray geht es wieder aufwärts
Für Murray geht es wieder aufwärts
Die 40. Auflage des Wiener Tennis-Stadthallen-Turniers ist Geschichte. Während Einzel-Sieger Andy Murray noch am Sonntag die Reise zum ATP-500-Turnier nach Valencia antrat, nahm sich Doppel-Champion Jürgen Melzer noch Zeit, um mit seinem besten Freund und Doppel-Kollegen Philipp Petzschner bei einem Abendessen über den ersten gemeinsamen Doppel-Titel seit den US Open 2011 zu plaudern.


Sowohl Murray nach seinem 30. Sieg, als auch Melzer nach seinem 13. Doppel-Titel und Petzschner (6. Doppel-Titel/alle mit Melzer) waren demütig und nah men die Siegestrophäen dankbar entgegen.

Andy Murray scheint auf dem besten Weg, wieder an seine besten Tage anzuschließen. Nach seinem Wimbledon-Titel 2013 hatte der Schotte nicht weniger als 15 Monate auf einen Titel warten müssen und war zwischenzeitlich sogar aus den Top Ten gefallen. Nach Wien steht er zumindest wieder in diesem Kreis – und hat als Achter beste Chancen auf den begehrten Platz beim ATP-World-Tour-Finale. “Ich weiß, wie schwierig es ist, Turniere zu gewinnen, daher nehme ich das gar nicht als selbstverständlich hin. Ich bin stolz darauf, dass ich jetzt 30 Titel gewonnen habe”, meinte der Brite am Sonntagabend.

Schließlich wisse man nie, was in der nächsten Woche passiere. “Man verletzt sich und spielt vielleicht nie mehr. Darum muss man das meiste aus allen Turnieren herausholen, die man spielt”, sagte Murray. Der Olympiasieger 2012 ist nun einer von nur fünf aktiven Spielern mit 30 oder mehr Turnier-Erfolgen hinter Roger Federer (81), Rafael Nadal (64), Novak Djokovic (46) und Altstar Lleyton Hewitt (30). “Meinen ersten Titel habe ich mit 18 in San Jose gewonnen – seither ist viel passiert”, erinnerte sich Murray.

Schon bald galt sein Fokus dem nächsten Spiel – am Mittwoch ausgerechnet gegen Jürgen Melzer. “Ich muss all die richtigen Dinge tun, dass ich mich so gut wie möglich erhole”, sagte Murray nach einem doch anstrengenden Endspiel gegen David Ferrer. “Es ist nicht so einfach, es werden andere Bedingungen in Valencia sein, es gibt auch andere Bälle dort. Es ist sicher ein schwieriges Match, in das Turnier zu starten”, wird Murray Österreichs Nummer drei keinesfalls unterschätzen, aber: “Ich habe in der Vergangenheit gut gegen Jürgen gespielt, ich hoffe, das wird am Mittwoch wieder so sein.”

Gegen Melzer weist Murray eine makellose 6:0-Bilanz auf, man wird sehen inwiefern Melzer dem zweifachen Grand-Slam-Sieger auf dem Greenset-Belag in Valencia gefährlich werden kann. “Das ist natürlich schwierig”, weiß Melzer, der im Hinblick auf einen Platz im Hauptfeld der Australian Open auf einen Rundengewinn in Valencia und die Woche darauf in Paris hofft. “Ich werde alles geben, um im Head-to-Head mit ihm einmal anzuschreiben.” Murray ist übrigens der einzige von den Top 4 mit Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal, gegen den Melzer noch nie gewonnen hat.

Doch nicht nur Murray, auch Melzer kommt im emotionalen Hoch in die ost-spanische Stadt mit knapp 800.000 Einwohnern. Immerhin war es nicht nur der erste Doppel-Titel in seiner Wahl-Heimat, sondern der erste Titel in diesem Jahr überhaupt für Melzer. Und der erste seit den US Open 2011 – auch damals mit Petzschner.

Natürlich würde das Erfolgs-Duo, das neben den US Open vor vier Jahren ja auch in Wimbledon triumphiert hat, gerne regelmäßig auf der Tour spielen. Da beide aber ihr Hauptaugenmerk noch auf das Einzel legen und Petzschner nach einer langen Verletzungspause im Ranking weit zurückgefallen ist, trennen sich die Wege der beiden noch.

Melzer spielt in Valencia mit Treat Huey (PHI), der am Sonntag mit dem US-Amerikaner Jack Sock im Endspiel von Stockholm gestanden ist. So hoffen Melzer/Petzschner auf die eine oder andere Wildcard, die auch in Wien erst den Titel ermöglicht hat. Läuft alles nach Plan, dann will das österreichische-deutsche Duo 2016 noch einmal ein volles Jahr auf der Tour gemeinsam spielen.

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