Wiener Mozarthaus zeigt den Weg des Komponisten zur Legende

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Auf den Spuren eines Genies im Mozarthaus
Auf den Spuren eines Genies im Mozarthaus - © APA
“Der größte Componist, den ich von Person und den Nahmen nach kenne” – Das sagte Joseph Haydn bereits zu Mozarts Lebzeiten über seinen Kollegen. Nach seinem Tod wurde das musikalische Genie Wolfgang Amadeus Mozart dann rasch zur Legende. Im Wiener Mozarthaus widmet sich eine neue Ausstellung nun der Frage, wie es zur Ausbreitung von Mozarts Ruhm kam.

Bis Jänner 2019 ist die Österreichische Nationalbibliothek mit der Sonderschau unter dem Titel “Mozarts Weg in die Unsterblichkeit. Das Genie und die Nachwelt” zu Gast im Mozarthaus. Mozarts Tod am 5. Dezember 1791 markierte einen Wendepunkt in der öffentlichen Geltung des Komponisten, heißt es in den Presseunterlagen zur Ausstellung: Innerhalb kurzer Zeit wurde aus dem erfolgreichen und populären Zeitgenossen “ein Genie überzeitlicher Größe”.

Sein Tod war Gegenstand zahlreicher, meist romantisierender Darstellungen. Gerüchte über eine mögliche Vergiftung wollten nicht verstummen und auch sein Grab war Gegenstand zahlreicher Spekulationen. “Die Ungewissheit über den exakten Ort der letzten Ruhestätte Mozarts erhöhte den geheimnisvollen Nimbus des Komponisten und trug zur Legendenbildung bei”, schreiben die Kuratoren der Ausstellung, Thomas Leibnitz und Andrea Harrandt.

Zur Hochschätzung Mozarts durch die unmittelbare Nachwelt trugen die führenden Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts viel bei. Nicht nur Joseph Haydn bekundete mehrfach seine Bewunderung für Mozart, auch Ludwig van Beethoven zählte Mozart zu seinen Vorbildern. Kurz nach Mozarts Tod, am 20. Dezember 1791, schrieb Haydn: “Die Nachweld bekommt nicht in 100 Jahren wieder ein solch Talent.”

Im Rahmen der Sonderausstellung präsentiert die Österreichische Nationalbibliothek besondere Exponate aus ihren Beständen – darunter das Autograf von Frederic Chopins Variationen über “La ci darem la mano” aus Mozarts Oper “Don Giovanni”, das erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wird. Auch anhand von Handschriften, Werkausgaben und Hommagen wird die Rezeption des Künstlers dargestellt. Die Schau läuft ab Freitag.

(APA)

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