3. Oktober 2012 13:12; Akt.: 3.10.2012 13:13

Wiener plant Freitauchgang im höchsten See des Himalaya

Extremtaucher Christian Redl bei seinem Training in einem Gletscher am Dachstein Extremtaucher Christian Redl bei seinem Training in einem Gletscher am Dachstein - © APA
Wie berichtet will der Wiener Extremsportler Christian Redl im eisigen Wasser der Goyko-Seen im Himalaya-Gebirge einen neuen Rekord aufstellen: den höchsten, jemals absolvierten Freitauchgang. Redl hat sich auf diese Herausforderung bestens vorbereitet.

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Trotz des nur 14-prozentigen Sauerstoffgehalts auf rund 5.000 Metern verzichtet der Abenteurer auf künstlichen Sauerstoff und will in seinem handelsüblichen Neoprenanzug etwa drei Minuten unter Wasser bleiben.

Christian Redl über seine Pläne

Warum stürzt man sich in ein derartiges Abenteuer? “Klassische Tauchrekorde waren mir zu langweilig und so habe ich meine in Höhlen oder unter Eis absolviert”, sagte Redl zur APA. “Und obwohl es auf unserer Welt nichts mehr zu entdecken gibt, habe ich so meinen persönlichen weißen Fleck gefunden.”

Mit “nur” 100 kg Ausrüstung wird das vierköpfige Team nach Nepal fliegen und um den 16. Oktober bei den Gletscherseen ankommen, die in einer Höhe von 4.700 bis 5.160 Meter liegen. Eine ganz neue Erfahrung für den Wiener: “Zuvor hatte ich keine Ahnung vom Bergsteigen und war nur einmal am Großglockner – mit dem Auto.”

Extremtaucher ist gut vorbereitet

Auf die Herausforderung hat er sich aber penibel über ein ganzes Jahr vorbereitet: Denn 14 statt normalerweise 21 Prozent Luftsauerstoff bedeuten eine enorme Belastung. “Ich habe nur die Chance auf einen einzigen Tauchgang. Klappt es nicht, ist der Körper so verausgabt, dass es ewig dauert, bis er sich wieder erholt hat.” Und Sauerstoff ist nur für den Notfall dabei, falls Redl während seines Rekordversuchs bewusstlos wird.

Beim Tauchgang wird der Wiener im eiskalten Wasser liegen, während Messinstrumente an seiner Hand alle wichtigen Körperfunktionen überwachen. Eine Minute muss Redl mindestens durchhalten, angestrebt werden zwei bis drei. Geht alles nach Wunsch, will er anschließend noch – ebenfalls ohne Pressluft – im See tauchen und nach etwaigen Lebensformen suchen. “Gelingt dies, wäre das eine Sensation,” so Redl – denn die Wissenschaft glaubt nicht, dass etwas unter diesen Bedingungen existieren kann.

(apa/red)



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