Wiesenthal-Zentrum kritisiert “Henker von Riga”

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Ein Musical über das Leben eines NS-Verbrechers in Lettland hat scharfe Kritik des Simon-Wiesenthal-Zentrums ausgelöst. “Das Theaterstück ist ein schamloser Versuch das Bild eines der berüchtigtsten Massenmörder der Juden im Baltikum während des Holocaust zu rehabilitieren”, schrieb Efraim Zuroff, der Direktor des Zentrums.


Das Musical “Cukurs. Herberts Cukurs” soll erstmals am 11. Oktober in Liepaja aufgeführt werden. Produzent Juris Millers sagte, ihm sei bewusst, dass das Musical provokant sei. Ziel sei es, eine Diskussion in Wissenschaft und Politik zu starten, wie der Pilot Herberts Cukurs letztlich zu bewerten sei.

Cukurs wurde in Lettland vor dem Zweiten Weltkrieg durch seinen Flug in einem selbst gebauten Flugzeug von Riga bis ins afrikanische Gambia zu einer Art Nationalheld. Während der deutschen Besatzung war er Mitglied eines berüchtigten NS-Kommandos lettischer Kollaborateure. Historiker gehen davon aus, dass Cukurs für den Tod Zehntausender Juden verantwortlich ist. Nach dem Krieg tauchte der als “Henker von Riga” bezeichnete Lette unter. 1965 wurde er vom israelischen Geheimdienst Mossad in Uruguay aufgespürt und getötet.

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