Wiesn-Blaulicht: Skurrile Polizeimeldungen vom Münchner Oktoberfest

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Die Münchner Polizei hatte am ersten Wiesn-Wochenende alle Hände voll zu tun.
Die Münchner Polizei hatte am ersten Wiesn-Wochenende alle Hände voll zu tun. - © APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Am Münchner Oktoberfest gibt es nichts, was es nicht gibt. Nach dem ersten Wochenende vermeldet das “Wiesn-Blaulicht” skurrile Polizeimeldungen aus München. Wir haben ein paar für euch zusammengefasst.

Auf der Theresienwiese sowie in den Festzelten des jährlichen Festakts kommt es immer wieder zu kuriosen Zwischenfällen. Ab heuer sind sogar zum ersten Mal sogenannte “Super-Recogniser” der Münchner Polizei im Einsatz. Die Einsatzkräfte sollen die Fähigkeit besitzen, Personen, die sie vielleicht nur einmal kurz gesehen haben, in einer großen Menschenmenge zu erkennen und sie über längere Strecken, beispielsweise an einem Überwachungsmonitor, zu verfolgen.

Wiesnblaulicht: Meldungen vom Montag

Spanische Taschendiebfahnder wieder erfolgreich

Die spanischen Taschendiebfahnder, die zur Unterstützung ihrer deutschen Kollegen auf der Wiesn unterwegs sind, waren wieder erfolgreich. Am Sonntagabend schnappten die Beamten einen 37-jährigen Kubaner, der den Rucksack einer auf der Bierbank tanzenden Brasilianerin klauen wollte. In seinem Besitz wurden außerdem mehrere Jacken gefunden, die ihm offenkundig ebenfalls nicht gehörten. Auf der Wache randalierte der wohnsitzlose Mann und schlug seinen Kopf mehrfach gegen die Wand. Er wurde zum Sanitätsdienst und später ins Krankenhaus gebracht. Die beklaute Brasilianerin bekam ihren Rucksack wieder zurück.

21-Jähriger beißt Polizist in den Oberschenkel

Am Sonntagabend kam es zu einem Streit zwischen einem 21-jährigen Afghanen und Sicherheitsangestellten. Der junge Mann ging dabei äußerst aggressiv auf die Ordner los und konnte erst durch eine hinzugerufene Einsatzgruppe der Wiesn-Wache außer Gefecht gesetzt werden. Als der 21-Jährige zu Boden gerungen wurde, biss er einem Polizisten in den linken Oberschenkel. Der Beamte erlitt dabei eine drei Zentimeter lange Bisswunde und musste in der Wiesn-Ambulanz versorgt werden. Er konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Gegen den Afghanen wurde Anzeige erstattet und Hausverbot für das Oktoberfest erlassen.

Schlägerei nach Foto unter dem Rock

Am Sonntagabend hat ein 45-jähriger Kroate einer Wiesn-Besucherin unter den Rock fotografiert. Zeugen gingen daraufhin auf den Übeltäter los, woraufhin sich eine Schlägerei entwickelte. Der 45-Jährige verdrehte sich bei dem Handgemenge den Fuß, sodass er anschließend nicht mehr auftreten konnte. Sämtliche Beteiligten wurden daraufhin zur Wiesn-Wache gebracht, wo der Vorfall aufgenommen wurde. Es wurden Anzeigen wegen Körperverletzung und sexueller Beleidigung erstellt.

Die Handschellen klickten bei dem ein oder anderen Besucher am Münchner Oktoberfest./dpa/Frank Leonhardt Die Handschellen klickten bei dem ein oder anderen Besucher am Münchner Oktoberfest./dpa/Frank Leonhardt ©

Wiesnblaulicht: Meldungen vom Sonntag

Hitler-Gruß auf dem Festgelände

Drei Besucher und drei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes beobachteten kurz vor 22 Uhr am Samstag einen 51-Jährigen, der auf dem Festgelände den Hitler-Gruß zeigte. Der Mann wurde angezeigt.
Mann fotografiert Frauen unter den Rock

Den Polizeibeamten wurde durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes eines Festzeltes ein 30-jähriger Tourist aus Italien übergeben, der zuvor drei Frauen (zwei 27-Jährige und eine 26-Jährige aus München bzw. dem Landkreis) mit seinem Handy unter den Rock fotografiert hatte. Der Vorfall konnte von einer 21-Jährigen aus dem Landkreis München beobachtet werden, welche die drei Frauen darüber informierte. Der Mann wurde nach einer Anzeigenerstattung und Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen.
Taschendieb scheitert an Breznverkäufer

Ein 23-jähriger scheiterte bei dem Versuch, die Fünf-Euro-Scheine eines Brezn-Verkäufers zu klauen. Er wurde nämlich dabei beobachtet, wie er die Scheine aus dem Geldbeutel des Mannes zog. Der Verkäufer selber merkte ebenfalls eine Berührung, drehte sich um und sah, wie der Mann die Fünf-Euro-Scheine gerade einsteckte. Als die Polizei den Münchner durchsuchte, wurde noch eine weiterer Geldbeutel gefunden. Die Ermittlungen laufen, der 23-Jährige wurde angezeigt.

Sexueller Übergriff auf 24-Jährige

Zwei Münchner (24 und 43 Jahre alt) haben in einem Festzelt eine 24-jährige Touristin aus Schweden festgehalten, der 24-Jährige griff ihr dann in den Intimbereich. Aufgrund der sofortigen Gegenwehr ließen die beiden Männer aber von der Schwedin ab. Sie wurden anschließend von der Polizei festgenommen und auf die Wiesnwache gebracht. Nach der Anzeigenaufnahme werden sie dem Haftrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

Fahrgeschäft bleibt stehen – mit Personen drin

Am Samstag gegen 20.10 Uhr ging eine Meldung bei der Wiesn-Wache ein, dass ein Fahrgeschäft mit Fahrgästen aufgrund eines technischen Defekts stehen geblieben sei. Nach circa 25 Minuten konnte der Defekt behoben werden und die Personen wieder sicher zur Ein- und Ausstiegsstelle gefahren werden. Keiner der Fahrgäste kam dabei zu Schaden. Sie nahmen den Vorfall mit Humor und erhielten ihr Eintrittsgeld wieder zurück. Das Fahrgeschäft stellte seinen Betrieb für diesen Abend ein.

Wiesn-Besucher hat Haschisch dabei

Bei den Einlasskontrollen wurde bei einem 21-Jährigen aus München Haschisch in nicht geringe Menge gefunden. Der Mann wurde nach beendeter Sachbearbeitung in die Haftanstalt im Polizeipräsidium München gebracht.

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