Wintersturm sucht Nordfrankreich heim

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Sturmböen mit bis zu 140 km/h
Sturmböen mit bis zu 140 km/h - © APA (AFP)
Ein Wintersturm hat in Nordfrankreich zu schweren Beeinträchtigungen der Bevölkerung geführt. Mindestens 190.000 Haushalte seien ohne Strom, berichtete der Radio-Nachrichtensender Franceinfo in der Nacht auf Freitag mit Verweis auf den Netzbetreiber Enedis. Besonders betroffen seien die küstennahen Regionen Normandie und Picardie.

Der Wetterdienst Meteo-France hatte vor dem Sturm gewarnt – Böen könnten bis zu 140 Stundenkilometer erreichen. Für fünf Departements nördlich von Paris gab Meteo-France eine besondere Starkwind-Warnung heraus – dies bedeutet, dass die Bürger möglichst zu Hause bleiben und sehr vorsichtig sein sollen. Wegen einer Sturmflutwarnung sind auch die Bewohner mehrerer südenglischer Küstenorte zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Polizisten gingen am Donnerstag im Dorf Jaywick in Südostengland von Tür zu Tür, um die am Freitagmorgen bevorstehende Evakuierung anzukündigen.

Heftiger Wind und Starkregen

Die britische Umweltbehörde hatte vor einer lebensbedrohlichen Situation gewarnt, wenn ab Freitagmorgen heftiger Wind und Starkregen erwartet werden. Die Bewohner der betroffenen Orte wurden aufgefordert, sich in die von den Behörden eingerichteten Notunterkünfte oder in sichere Gebiete zu begeben. Auch Haustiere sollten in den Notunterkünften aufgenommen werden. Im nordostenglischen Küstenort Skegness waren Soldaten im Einsatz, um rund 3.000 Bewohner in Sicherheit zu bringen. Die Flutwarnungen in Großbritannien folgen auf heftigen Schneefall, der am Donnerstag Schottland, Nordirland und Teile von England getroffen hatte.

(APA/dpa)

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