Wirtschaftskrise senkt Geburtenrate in Italien

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Die Italiener verzichten oft auf Kinder
Die Italiener verzichten oft auf Kinder
Die Krise wirkt sich negativ auf die Geburtenrate in Italien aus. 2013 wurden 3,7 Prozent weniger Geburten als im Vorjahr gemeldet, teilte Italiens Statistikamt Censis mit. Waren 2012 noch neun Kinder pro 1.000 Einwohner zur Welt gekommen, so sank diese Zahl 2013 auf 8,5, geht aus einer neu veröffentlichten Studie des Statistikamtes Censis hervor.


576.659 Kinder kamen 2008 zur Welt, im Jahr 2013 waren es 514.308. Der Geburtenrückgang betrifft vor allem Paare, die aus Italien stammen. Italien zählt seit Jahren europaweit zu den Ländern mit der niedrigsten Geburtenrate. Seit Beginn der Krise seien pro Jahr 62.000 weniger Kinder zur Welt gekommen.

Wenige Tage vor Beginn der Sondersynode zu Themen der Familienseelsorge im Vatikan sind 61 Prozent der Befragten in Italien der Ansicht, dass die Italiener mit einer besseren Sozialpolitik mehr Kinder zur Welt bringen würden. 67 Prozent meinen, dass man das Kindergartensystem verbessern müsste. 56 Prozent behaupten, dass der Staat mehr für die Schulausgaben aufkommen müsste. 46 Prozent der Befragten meinen, dass auch Singles das Recht hätten, Eltern zu werden. Bei Homosexuellen sinkt der Prozentsatz auf 29 Prozent.

Der italienische Konsumentenschutzverband Federconsumatori rechnete vor, dass ein Kind in Italien bis zu seinem 18. Lebensjahr den Eltern 171.000 Euro koste. Allein im ersten Lebensjahr betragen die Ausgaben für ein Kind 14.000 Euro. In Zeiten der Krise sei es für eine junge Familie immer schwieriger, für die hohen Kosten der Kinder aufzukommen.

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