Wohnen in Salzburg: SPÖ fordert maximal acht Euro warm pro Quadratmeter

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Wohnen in Salzburg muss wieder leistbar werden. Das fordert einmal mehr die SPÖ.
Wohnen in Salzburg muss wieder leistbar werden. Das fordert einmal mehr die SPÖ. - © APA/HELMUT FOHRINGER
Acht Euro brutto/warm pro Quadratmeter beim Wohnungsneubau. Diese Obergrenze hat die Salzburger SPÖ festgelegt. Mit einem Bündel von Maßnahmen will man dieses Ziel erreichen. Die Vorschläge im Detail.

Es vergeht kein Monat ohne neuen Preis-Höhepunkt auf dem Salzburger Immobilienmarkt. Egal ob auf Miete, in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus – in Salzburg lebt man schön, aber teuer. „Was nützen den Salzburgen die schönen Landschaften und die frische Luft, wenn sie sich das Wohnen kaum leisten können?“, fragt SPÖ-Chef Walter Steidl am Ostermontag in einer Presseaussendung. „Wir müssen gegensteuern und zwar jetzt.“

Acht-Euro-Zielbestimmung

„Fachleute bestätigen uns die Umsetzbarkeit unser Forderung von einem Maximalpreis von acht Euro pro Quadratmeter brutto/warm für eine geförderte Mietwohnung im Neubau im Bundeslandschnitt“, erklärt Steidl. „Die Politik und die Parteien im Landtag haben es in der Hand, die Vorschriften so zu gestalten, dass diese Obergrenze nicht überschritten wird. Ich fordere daher: Einfach machen! Die Zielbestimmung im Salzburger Wohnbauförderungsgesetz verankern und an den notwendigen Schrauben drehen.“

Überbordende Vorschriften

Sparpotenzial macht SPÖ-Wohnbausprecher Roland Meisl im Bereich der Errichtung aus: „Derzeit haben wir es mit der Situation zu tun, dass für den sozialen Wohnbau laut Wohnbauförderungsgesetz strengere und somit teurere Vorschriften gelten, als für den restlichen Wohnbau. Wir fordern daher die Anwendung der sogenannten OIB-Richtlinien, geregelt im SalzburgerBautechnikgesetz, auch für den sozialen Wohnbau.“

Wohnbauförderung für günstigen Wohnraum einsetzen

Walter Steidl ergänzt: „Die Wohnbauförderung muss wieder dafür eingesetzt werden günstigen Wohnraum für die Salzburger zu schaffen. Überbordende technische und energetische Vorschriften müssen sinnvoll angepasst werden. So würden beispielsweise zehn Zentimeter anstatt derzeit 20 Zentimeter Wärmedämmung auf der Fassade genügen. Die Bewohner spüren diese Halbierung kaum und es spart Geld.“

SPÖ will Standards reduzieren

Wenn weitere technische und energetische Standards auf ein sinnvolles Maß reduziert würden, würde das auch die Betriebskosten – ein immer größer werdender Posten beim Gesamtpreis – reduzieren. Denn mehr Technik bedeutet mehr Wartung und Service und somit höhere Betriebskosten.

Mit dem Ziel, die Betriebskosten zu senken, müssen auch die Versorgungsträger und die Gebietskörperschaften ihre Gebühren durchforsten und auf Reduzierungspotenzial durchforsten. Dieses Potenzial soll auch bei der Verwaltung von Wohnungsanlagen und Häusern erhoben werden. Die Ersparnis wird den Bewohner_innen eins zu eins weiter gegeben.

Grund und Boden

„Das Verfahren zur Ausweisung von Vorbehaltsflächen für den förderbaren Wohnbau muss erleichtert werden“, sind sich Steidl und Meisl einig. Die beiden SPÖ-Politiker erwarten sich hier Fortschritte aufgrund entsprechender, von der Salzburger SPÖ angeregter, Bemühungen auf Bundesebene, die nötigen Passagen im Bundesverfassungsgesetz zu ändern. „Wenn eine Änderung des Volkswohnungswesen durchgeführt wird, würden wir viel einfacher zu günstigen Grundstücken gelangen“, erklärt Meisl.

Gesamtes Wohnbaugeld für den Wohnbau einsetzen

Die Salzburger Landesregierung gibt derzeit bei weitem nicht das gesamte Wohnbaugeld für den Bau von günstigem Wohnraum aus. Trotz ständig steigender Immobilienpreise und einem immer größer werdenden Druck auf die Bevölkerung fließen lediglich 140 Millionen in den förderbaren Wohnbau. Zur Verfügung stehen würden mehr als 200 Millionen Euro.

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