Wohnungskauf lohnt sich in der Stadt Salzburg erst nach 32 Jahren

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Wer in Salzburg eine Wohnung kauft, kann für denselben Betrag über 32 Jahre in Miete leben.
Wer in Salzburg eine Wohnung kauft, kann für denselben Betrag über 32 Jahre in Miete leben. - © APA/Georg Hochmuth
Angesichts der hohen Preise zahlt sich der Kauf einer Wohnung in den Landeshauptstädten mittlerweile nicht mehr aus, geht aus dem aktuellen Kauf-Miet-Indikator (Price-to-Rent Ratio) des Internetportals ImmobilienScout24 hervor. In der Stadt Salzburg ist ein Kauf im Vergleich zur Miete demnach erst nach über 32 Jahren rentabel.

Sobald man eine Immobilie um den Kaufpreis länger als 20 Jahre mieten könnte, also der Indikator über 20 liegt, ist der Erwerb demnach nicht empfehlenswert. In der Stadt Salzburg liege dieser aktuell bei 32,1 Jahren.

Im Kauf-Miet-Indikator sind keine Kredit-, Instandhaltungs- oder Betriebskosten berücksichtigt, die bei Eigentum zusätzlich anfallen. Die angegebenen Kaufpreise und Mieten sind Angebotspreise auf dem Immobilienportal.

70 Quadratmeter kosten in Salzburg knapp 400.000 Euro

Mit Abstand am teuersten – und das bei etwas erhöhter Tendenz – sind die eigenen vier Wände in Salzburg und auch in Graz mit Indikatorwerten von 32,1 bzw. 29,6 Jahren. In Salzburg kostet eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung etwa 396.500 Euro (rund 5.660 Euro pro Quadratmeter), die Monatsmieten erreichen dort im Schnitt 14,70 Euro pro Quadratmeter. In der steirischen Landeshauptstadt liegt der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung aktuell bei 4.070 Euro, die Monatsmieten betragen 11,40 Euro pro Quadratmeter.

Abermals etwas gesunken ist der Kauf-Miet-Indikator von 2017 auf 2018 in Wien (29,2 Jahre); spürbar nachgegeben hat er den Angaben zufolge in Bregenz (25 Jahre), Linz (22,6) und Innsbruck (22,5 Jahre).

In Wien legt man für eine Durchschnittswohnung mittlerweile fast rund 377.000 Euro auf den Tisch – bei einem Quadratmeterpreis von im Schnitt 5.380 Euro. Die Durchschnittsmiete in der Bundeshauptstadt erreicht 15,40 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Klagenfurt ist die günstigste Landeshauptstadt

Am günstigsten sind die Immobilien im Hauptstädtevergleich derzeit in Klagenfurt – der Indikator liegt dort bei 20,8 Jahren und ist damit von 2017 auf 2018 etwas zurückgegangen. Die Mieten (inklusive Betriebskosten) erhöhten sich dort auf 9,40 Euro pro Quadratmeter und Monat, die Kaufpreise auf rund 2.340 Euro je Quadratmeter.

Obwohl die Preise in Eisenstadt im Vorjahr österreichweit am kräftigsten anzogen (2.360 Euro pro Quadratmeter) und der Kauf-Miet-Indikator 21,8 Jahre anzeigt (2017: 16), liegen sie nur knapp über der Kärntner Landeshauptstadt. Die Mieten in der burgenländischen Hauptstadt betragen im Schnitt 9 Euro pro Quadratmeter.

Trotz leicht steigender Tendenz immer noch billig sind Wohnungen in St. Pölten – dort könnte man um den durchschnittlichen Kaufpreis (2.190 pro Quadratmeter) 22 Jahre lang mieten (8,30 Euro pro Quadratmeter und Monat).

(APA/S24)

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