Wohnungssuche: Wie hoch dürfen die Maklergebühren sein?

Die Wohnungssuche kann nicht nur Geld, sondern auch Nerven kosten.
Die Wohnungssuche kann nicht nur Geld, sondern auch Nerven kosten. - © Bilderbox
Nicht nur, dass die Mieten in Salzburg generell enorm hoch sind: Oft kostet die Wohnungssuche an sich schon eine Menge Geld und auch Nerven. Wir klären auf, wie viel Provision ein Makler maximal verlangen darf und welche Rechte euch beim Abschließen eines Mietvertrages zustehen.

In zwei aktuellen Fällen zeigt die Arbeiterkammer (AK) Salzburg auf, wie schnell man bei der Wohnungssuche ins Hintertreffen geraten kann.

Wer am Tag der Besichtigung abschließt, kann zurücktreten

Eine Frau aus Salzburg meldete sich auf ein privates Inserat. Im Juli besichtigte sie die Wohnung – und schloss am selben Tag einen unbefristeten Mietvertrag mit dem Eigentümer ab. Vereinbart wurde eine Pauschalmiete von 450 Euro samt 450 Euro Kaution. Sie bezahlte sowohl Kaution als auch die erste Miete. Vier Tage, nachdem sie den Vertrag unterzeichnet hatte, trat die Frau eingeschrieben vom Mietvertrag zurück und retournierte auch die Schlüssel an den Vermieter. Der legte ihr ein Schriftstück vor, in dem sie sich verpflichtet, bis zur erfolgreichen Weitervermietung Miete zu zahlen. Sie unterschrieb. “Wer am selben Tag das Objekt zum ersten Mal besichtigt und einen Vertrag eingeht, der kann zurücktreten”, stellt Edith Steidl von der Arbeiterkammer klar. Der Eigentümer musste die bereits bezahlten 900 Euro retournieren.

Provisionverzicht war vorausgefüllt – das ist nicht erlaubt

Im Zuge dessen machte die AK auch auf einen weiteren Fall aufmerksam. Eine Salzburgerin schaute sich eine Mietwohnung mit dem Makler an und wollte diese auch mieten. Sie sagte dann aber ab und trat auch vom Maklervertrag zurück, um keine Provision zahlen zu müssen. Dieser beharrte aber darauf, dass ein Rücktritt nicht möglich sei, da die Konsumentin einen Rücktrittsverzicht abgegeben habe – und forderte die gesamte Provision. Die Betroffene wandte sich an die AK. Dort kam heraus: Das Rücktrittsrecht konnte im Maklervertrag durch das Ankreuzen eines Kästchens ausgeschlossen werden. Dieses Kästchen war aber bereits vorausgefüllt.  “Das ist nicht erlaubt”, informiert AK-Expertin Claudia Kleißl.

Wie viel darf der Makler verlangen?

Ein häufiges Streitthema bei der Wohnungssuche ist häufig die Höhe der Maklergebühren. Diesbezüglich gibt es klare gesetzliche Regelungen.

  • Bei unbefristeten Mietverträgen und bei auf über drei Jahre befristeten Verträgen darf die Provision nur mehr zwei Brutto-Monatsmieten betragen.
  • Bei Mietverträgen, die auf drei oder weniger Jahre befristet sind, darf höchstens eine Brutto-Monatsmiete Provision verlangt werden.
  • Makelnde Hausverwalter dürfen nicht mehr als eine Brutto-Monatsmiete verlangen. Bei auf drei Jahre oder kürzer befristeten Mietverträgen darf die Provision sogar nur mehr eine halbe Monatsmiete betragen.

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