Hat ein Wolf in Pfarrwerfen Schafe gerissen?

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Landwirt Christian Kronreif zeigt sich schockiert, dass der Übergriff auf seine Schafherde in unmittelbarer Nähe der Siedlung erfolgte.
Landwirt Christian Kronreif zeigt sich schockiert, dass der Übergriff auf seine Schafherde in unmittelbarer Nähe der Siedlung erfolgte. - © LK/Mooslechner
In Pfarrwerfen (Pongau) hat vergangenes Wochenende in der Nähe einer Siedlung offenbar ein Wolf eine Schafherde angegriffen. Ein Raubtier habe ein Lamm schwer verletzt und einen Widder tot gebissen.

Der Wolf sei über eine Schafherde von Roswitha und Christian Kronreif, Arlbauern in Pfarrwerfen, hergefallen. Ob es sich tatsächlich um einen Wolf handeln, wird ein DNA-Test in Erfahrung bringen.

Erster Wolfsangriff bei einem Heimbetrieb

Auch in Salzburg würden seit mehreren Jahren Übergriffe von Wölfen auf Weidetiere festgestellt. Im Bereich eines Heimbetriebes – so wie hier in Pfarrwerfen – sei dies jedoch der erste Fall, so die Landwirtschaftskammer. „Der Fall zeigt, dass der Wolf offenbar auch bereits in Siedlungsnähe auftritt. Beim Wolf handelt es sich zwar um eine streng geschützte Art, wo es nur unter bestimmten Bedingungen zulässig ist, Tiere zu entnehmen. Tatsache ist aber, dass sich bereits in vielen Regionen Europas, insbesondere im Alpenraum, massiver Widerstand gegen den Wolf entwickelt“, sagt Kammeramtsdirektor Nikolaus Lienbacher am Montag.

Eßl: “Kommt der Wolf, geht die Viehwirtschaft”

Für Landwirtschaftskammerpräsident Franz Eßl ist der aktuelle Fall eine Bestätigung, dass europaweit dringend Handlungsbedarf besteht. Eßl: „Die Gesellschaft steht vor der Wahl, ob sie weiterhin eine traditionelle Landwirtschaft mit Weide- und Almwirtschaft haben möchte oder ob sie sich für den Wolf entscheidet. Diese Entscheidung betrifft letztendlich nicht nur die Landwirtschaft, sondern insbesondere auch den Tourismus und die gesamte Bevölkerung im ländlichen Raum.“

Für Eßl steht daher fest: „Kommt der Wolf, geht die traditionelle Viehwirtschaft mit der Weide- und Almhaltung!“ Der Bauernpräsident bekräftige einmal mehr seine Forderung nach einem wolffreien Alpenraum.

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