Zehen abgeschnitten: Katze muss erneut operiert werden

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Die Katze befindet sich aktuell in einer Tierklinik in Obertrum
Die Katze befindet sich aktuell in einer Tierklinik in Obertrum - © PFOTENHILFE/Sonja Müllner
Dem Tierheim PFOTENHILFE in Lochen wurde vergangene Woche eine in Köstendorf (Flachgau) aufgefundene junge Katze gebracht, deren Zehen von einem Tierquäler abgeschnitten worden waren. Nun hat die lebensfrohe Katze eine weitere Operation vor sich.

Mittels Röntgen wurde dann das Ausmaß der Verletzungen festgestellt: Der Katze wurden tatsächlich sämtliche Zehen abgeschnitten. Im Verlauf der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Verstümmelungen schon zwei bis drei Wochen unbehandelt sind.

Katze hat weitere Operation vor sich

Die Katze befindet sich aktuell in einer Tierklinik in Obertrum, wo sie auch noch einige Tage stationär bleiben muss. Nun hat der tapfere Vierbeiner eine weitere Operation vor sich: “Durch das ständige Reinigen an den Pfoten wurde das abgestorbene Gewebe weggereinigt, sodass bei einzelnen Zehen der Knochen raussteht. Somit kann die Katze nicht schmerzfrei auftreten. An einzelnen Zehen muss deshalb der Knochen abgenommen werden. Dann hoffen die Ärzte, dass das Gewebe wieder darüber wächst”, gab Jürgen Stadler von der PFTOENHILFE Lochen im Gespräch mit SALZBURG24 an.

katze2 Die lebensfrohe Katze wurde schnell zum Liebling der Ordination. /PFOTENHILFE/Sonja Müllner ©

Zehen abgeschnitten: Katze schmiegt sich an Menschen

“Wegen ihrer Verletzungen wird sie derzeit überall hin gehoben. Die Katze ist auf jeden Fall der Ordinationsliebling”, so Stadler weiter. Nachdem der Stubentiger in der vergangen Woche noch zwangsernährt werden musste, frisst das Tier seit Freitagabend wieder selbstständig. “Sie schnurrt auch und schmiegt sich an. Sie ist eigentlich äußerst positiv, dafür dass sie vom Menschen misshandelt worden ist”, beschreibt Stadler den aktuellen Zustand des Tieres.

Noch keinen Besitzer ausgeforscht

Ein Besitzer hat sich noch nicht gemeldet. Die Pfotenhilfe Lochen steht dazu auch im Kontakt mit dem Köstendorfer Bürgermeister, Wagner Wolfgang. “Es vermisst niemanden eine Katze. Allerdings muss man hier auch einschränken, da bei unkontrollierten ‘Bauernhofwürfen’ Katzen oftmals nicht wirklich abgehen”, so Stadler.

Belohnung für Hinweis zu Tierquäler

Das Veterinäramt wurde informiert und die Tierschutzorganisation PFOTENHILFE hat ihren Anwalt bereits mit einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft beauftragt. Ein Spender der PFOTENHILFE hat sich aufgrund der besonderen Grausamkeit des Falls zusätzlich dazu entschlossen eine Belohnung von 1.000,- Euro für Hinweise, die zur Überführung des Täters führen, auszusetzen.

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