Zehnjähriger starb nach Badeunfall in Wien im Krankenhaus

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Badeunfall mit schlimmem Ausgang
Badeunfall mit schlimmem Ausgang - © APA (Symbolbild)
Ein zehnjähriger Bub ist nach einem Badeunfall am Sonntag in Wien-Liesing in der Nacht auf Montag im Krankenhaus gestorben. Das sagte ein Sprecher des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) der APA. Ein weiterer Badeunfall am Samstag in der Donaustadt verlief glimpflich. Eine Siebenjährige wurde von Badegästen reanimiert.

Der Bub war am Sonntag gegen 13.30 Uhr vom Bademeister im Liesinger Bad leblos treibend im Wasser gefunden worden. Er holte den Zehnjährigen aus dem Wasser und begann mit der Reanimation. Rettungskräfte übernahmen die Wiederbelebungsmaßnahmen, mit dem Rettungshubschrauber wurde das Kind ins Krankenhaus gebracht, wo sein Zustand als kritisch bezeichnet wurde. In den frühen Morgenstunden verstarb der Bub.

Wie es zu dem Unfall gekommen war, blieb vorerst unklar. Der Bub war mit seinen beiden Brüdern, zwölfjährigen Zwillingen, im Bad gewesen. Ab acht Jahren dürfen Kinder dieses alleine besuchen, erklärte Polizeisprecher Harald Sörös. “Der Unfallhergang wird erst ermittelt”, sagte der Sprecher.

Bub am Samstag reanimiert

Am Samstag wurde eine Siebenjährige erfolgreich reanimiert. Das Mädchen war von Badegästen im Arbeiterstrandbad an der Alten Donau gegen 16.30 Uhr aus dem Wasser gerettet worden. Als Rettungssanitäter der Johanniter eintrafen, war die Siebenjährige bereits wieder bei Bewusstsein. “Sie war unterkühlt, aber dank der schnellen Hilfe durch die Badegäste bereits wieder ansprechbar. Wir haben sie mit Sauerstoff versorgt und ins Spital gebracht”, schilderte Notfallsanitäter Thomas Spring.

Erste Hilfe durch Laien lebenswichtig

“Erste Hilfe durch Laien vor Ort ist lebenswichtig. Dabei kann man nichts falsch machen. Nichts zu tun ist für den Patienten viel gefährlicher, denn Sauerstoffmangel verursacht irreparable Hirnschäden”, erklärt der Notfallsanitäter. Gerät ein Mensch im Wasser in Not, sollen Helfer zuallererst den Rettungsdienst via 144 alarmieren. “Bewusstlose mit vorhandener Atmung werden mit überstrecktem Kopf in die stabile Seitenlage gebracht. Bis die Rettung eintrifft, sollte man regelmäßig die Atmung überprüfen”, erläuterte Spring.

Atmet der Gerettete nicht, dann sollen Helfer sofort mit der Reanimation beginnen. Dafür muss fest und schnell (100 bis 120 Mal pro Minute) mit der flachen Hand in die Mitte des Brustkorbes gedrückt werden, beispielsweise zum Takt des Refrains von “Stayin’ Alive” der Bee Gees. Als Faustregel gilt: 30 Mal drücken und danach zweimal beatmen.

(APA)

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