Zeitumstellung: Dieser Sonntag ist der längste Tag des Jahres

Die Uhr wird am Sonntag eine Stunde zurückgestellt.
Die Uhr wird am Sonntag eine Stunde zurückgestellt. - © Kahnert/dpa
Am  Sonntag wird in ganz Europa die Sommerzeit zu Ende gehen. Wenn am 26. Oktober um drei Uhr die Zeiger um eine Stunde zurückgedreht worden sind, gibt’s wieder eine Stunde “extra”, die dann am letzten Sonntag im März 2015 “verloren” geht.

In den nächsten fünf Monaten herrscht also wieder “Normalzeit”. Wobei es bei der gültigen Regelung nicht um eine Extra-Stunde Schlaf gegangen ist. Sie hat ihren Ursprung in der Ölkrise von 1973 und sollte Energie sparen helfen. Österreich beschloss die Einführung der Sommerzeit erst 1979. Als Nebeneffekt kann die Zeitumstellung einen “Mini-Jetlag” verursachen, der aber nach ein paar Tagen überwunden sein sollte.

Viele verschlafen die Zeitumstellung

Wenn am Sonntag die Sommerzeit zu Ende geht, werden die meisten Österreicher die gewonnene Stunde wohl im Bett verbringen – und sie tun gut daran. Allzu viele Menschen weisen ein Schlafdefizit auf, das einem Zuviel an abendlichen und nächtlichen Freizeitaktivitäten geschuldet ist, weiß Schlafforscher Bernd Saletu. So ist es keine Überraschung, dass die Zeitumstellung im Herbst leichter fällt als jene im Frühjahr.

Am letzten Sonntag im Oktober ist es so weit, die Uhren werden von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt, was aus diesem Tag den längsten des Jahres macht. Viele können sich das Zurückdrehen per Hand jedoch ersparen: Ihre Armbanduhren und Wecker empfangen automatisch ein Funksignal zur Umstellung – genauso wie die Uhren an Bahnhöfen und Flughäfen. Das Ursprungssignal kommt von den Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig und wird über einen Langwellensender weitergeleitet.

Zeitumstellung kann für Mini-Jetlag sorgen

Obwohl trotz einer Umfrage nicht einmal ein Fünftel der Österreicher etwas gegen die Sommerzeit hat, sorgt sie doch immer wieder für heftige Diskussionen. Vor allem die “Eulen”, wie die Nachtschwärmer im Gegensatz zu den “Lerchen” genannt werden, werden nicht müde, über einen “Mini-Jetlag” zu jammern. Dabei sind die Menschen sehr anpassungsfähig. Bei Flügen in den Fernen Osten oder in die USA muss es ja auch gehen”, meint Saletu. Als Faustregel gilt: Pro Zeitzone, was einer Stunde entspricht, benötigt man einen Tag, um sich umzustellen. Also sollte es durch die Sommerzeit keine größeren Probleme geben. Wenn man allerdings ohnehin ein Schlafdefizit aufweist, könnte es durchaus auch zu Konzentrationslücken im Straßenverkehr kommen.

Dies gelte allerdings nur für das Frühjahr, während die zusätzliche 60 Minuten im Herbst mithelfen, das Manko zu verringern. 63 Prozent der Österreicher sollten laut dem Schlafforscher entsprechend ihrem Bedürfnis täglich sieben bis acht Stunden in Morpheus Armen verbringen. Die anderen brauchen entweder mehr oder weniger. Einen Sonderfall stellen Frauen dar: “Sie benötigen eine Stunde mehr als die Männer und wollen noch eine zusätzliche.” Verantwortlich dafür sind hormonelle Unterschiede und der weibliche Zyklus. (APA)

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