Zelle des “Hummer”-Verurteilten wird durchsucht

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Die Zelle des am Wochenende in einem Gefängnis in der südungarischen Stadt Szeged tot aufgefundenen Österreichers wird “zerlegt”. Gesucht werde nach Verstecken, in denen der 36-Jährige Medikamente hätte verbergen können. Das schrieben ungarische Medien am Dienstag.


Der 36-jährige Kärntner war im sogenannten Hummer-Prozess wegen der Tötung eines Polizisten nicht rechtskräftig zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Woran er starb, ist noch Gegenstand von Untersuchungen. Als mögliche Ursache wurden Medikamente genannt. Laut einem ehemaligen Mithäftling sei der 36-Jährige wegen des “großen Medienrummels” um seine Person unter erhöhter Aufsicht gestanden, schrieb die Boulevardzeitung “Blikk”.

Im Gefängnis könnte man alles beschaffen, auch Medikamente, schrieb “Blickk” unter Berufung auf den ehemaligen Insassen. Demnach wäre es möglich, Selbstmord zu begehen, aber auch, jemandem etwas ins Essen zu mischen. Der Österreicher hat nach Angaben seines Verteidigers Janos Buza Medikamente gegen Zahnschmerzen erhalten.

Gefangenen dürften Arzneimittel nur in Pulverform verabreicht werden, wobei die Einnahme kontrolliert werden müsse. Demnach wäre es unmöglich, Medikamente zu horten. Buza glaubt nicht an Selbstmord, da eine gute Chance auf ein milderes Urteil in zweiter Instanz bestand. Ebenso hält es der Verteidiger für bemerkenswert, dass sein Mandant auf den Tag genau zwei Jahre nach der angeklagten Tat starb. Der Anwalt deutet das als einen Hinweis auf Mord.

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