Zentralmatura: Mathe-Ergebnisse dürften schlechter ausfallen

Akt.:
Die endgültigen Ergebnisse werden am 27. Juni präsentiert
Die endgültigen Ergebnisse werden am 27. Juni präsentiert - © APA (Archiv)
Die Zentralmatura dürfte im Fach Mathematik heuer deutlich schlechter als im Vorjahr ausgefallen sein. Nach einem vom Bildungsministerium am Freitag veröffentlichten ersten Zwischenstand sind sowohl an den AHS als auch an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) jeweils rund 18 Prozent der angetretenen Schüler durchgefallen.

Eingelangt sind allerdings erst die Ergebnisse von rund zehn Prozent der AHS und von rund 15 Prozent der BHS. Vergleicht man die Ergebnisse dieser Schulen mit den jeweiligen Resultaten der Vorjahre liegen die Fünferzahlen an den AHS damit zwischen jenen der Jahre 2016 (21 Prozent) und 2017 (elf Prozent). An den jeweiligen BHS sind dagegen mehr als doppelt so viele wie 2016 (acht Prozent) bzw. 2017 (sieben Prozent) durchgefallen. Besonders schlecht waren die Resultate an den Handelsakademien und den humanberuflichen Schulen, während sie an den HTL konstant blieben.

Am 5. und 6. Juni können sich Schüler mit einem Fünfer diesen bei einer Kompensationsprüfung ausbessern. Die endgültigen Ergebnisse mit den Noten vor und nach den Kompensationsprüfungen werden im Bildungsministerium gesammelt und am 27. Juni gemeinsam mit den Resultaten der anderen Fächer präsentiert.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) kündigte am Freitagnachmittag nach drei (BHS) bzw. vier Jahren (AHS) eine Evaluierung der neuen Reifeprüfung an. Das betreffe sowohl die Zentralmatura als auch die mündliche Matura und die vorwissenschaftliche Arbeit (VWA). Bei der Zentralmatura wolle man sich das Beurteilungsschema und den Erstellungsprozess der Aufgaben sowie die Resultate an ausgewählten Einzelstandorten ansehen, so Faßmann.

Derzeit werden die Zentralmatura-Aufgaben von mehreren Lehrern des jeweiligen Fachs bzw. der jeweiligen Schulart erstellt. Anschließend werden sie an mehreren Schulen etwa auf ihre Lösungshäufigkeit getestet und von Fachdidaktikern analysiert. Die Mathe-Aufgaben werden zudem von der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft auf ihre mathematische Korrektheit überprüft.

An der Zentralmatura selbst will Faßmann jedenfalls festhalten. Diese sei “ein Fortschritt”. Als Sofortmaßnahme für die Schüler mit Nicht Genügend will das Ministerium nun Schulleitungen und Prüfer gezielt auf die Übungsmöglichkeiten für die Kompensationsprüfungen am 5. und 6. Juni aufmerksam machen. Die (ebenfalls zentral vorgegebenen) Beispiele für die Kompensationsprüfungen werden aber nicht mehr verändert.

Bundesschulsprecher Harald Zierfuß monierte, dass es bei der Matura diesmal offenbar “einige Überraschungen” gegeben habe. “Es wurden Themengebiete abgeprüft, die an manchen Schulen nur am Rande vorkamen und die ein mathematisches Grundverständnis voraussetzten.” Schüler, die aufgeregt seien und sich ein solches erst erarbeiten mussten, seien deshalb vor Problemen gestanden. Außerdem solle man die “Textlastigkeit der Beispiele überdenken”: “Es soll ja keine zweite Deutsch-Matura werden.” Auch die Art der Beispiele sollte bereits im Vorhinein feststehen.

(APA)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Irrer Tanz-Weltrekord auf Stau... +++ - Fußball-WM in Salzburg: Public... +++ - Polizeiauto in Salzburg-Gnigl ... +++ - Sommer kommt mit großen Schrit... +++ - Crash auf B311 fordert mehrere... +++ - Heimliche Hochzeit: Marcel Hir... +++ - Vollsperrung ab Montag: Großba... +++ - Berge in Flammen: Das war das ... +++ - Pkw erfasst Bursch am Heimweg ... +++ - CSU-Minister Scheuer: Zurückwe... +++ - Explosion und Brand in Radstad... +++ - Protestaktion gegen Kälbertran... +++ - Tempobolzer und Alkolenker bes... +++ - Oberndorf: Streit, Sachbeschäd... +++ - Über 400 Starter beim 4. Airpo... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen