Zigarettenfilter lassen neues Leben erblühen

Die Filter werden schnell zu pflanzen.
Die Filter werden schnell zu pflanzen. - © Karma/Facebook
Dass Rauchen nicht unbedingt eine gute Angewohnheit ist, ist nichts Neues. Damit das Qualmen wenigstens in irgendeiner Art etwas Positives bewirkt, hat sich ein indisches Paar einiges einfallen lassen. Unter anderem wachsen aus ihren Filtern nach dem Wegwerfen Basilikum und Rosmarin.

Auch wenn die Zahl der Raucher in Österreich seit Jahren rückläufig ist, viele kommen von den Glimmstengeln nicht weg. Was noch dazu kommt: Die zurückgebliebenen Zigarettenstummeln auf Straßen, Gehsteigen und Parks sind nicht gerade eine Augenweide. Dass muss nicht sein, dachten sich die Inder Chetana und Ved Roy. Die entwickelten Filter, die nach dem Wegwerfen grün aufblühen. Und natürlich sind sie Bio. Ihre Produkte sollen aber noch mehr Positives bewirken, wie sie Your Story erzählten. Aber alles der Reihe nach.

So kam die Idee von den Bio-Filtern mit dem grünen Effekt

Ved Roy arbeitete zuvor bei einem Tabakkonzern. Als er herausfand, welche Chemikalien im Zigarettenpapier stecken, kam ihm die Idee. Der Inder und seine Frau kündigten ihre Jobs, begannen an den Filtern und Zigaretten-Papers zu arbeiten und gründeten die Firma Karma. Sie sind nach ihren Angaben zu 100 Prozent Bio, sind komplett abbaubar und sollen auch nicht abhängig machen. Die Tinte, die zum Bedrucken der Papers verwendet wird, ist nicht giftig und wird lokal produziert. Überhaupt sollen die Produkte durch den Verzicht auf Chemikalien weniger schädlich sein als andere Tabakprodukte, wie es in einem Bericht von goodnewsnetwork.org heißt.

Das Highlight freilich: Die weggeworfenen Stummel verrotten nicht nur innerhalb von wenigen Tagen. Sie lassen den Ort, an dem sie landen, auch grün erblühen. Basilikum, neuseeländisches Rasengrass, Rosmarin oder Thymian fängt dort zu wachsen an.

Filter-Firma soll Entwicklung in ländliche Dörfer bringen

Chetana und Ved Roy wollen mit ihrem Unternehmen auch die regionale Entwicklung vorantreiben. Etwa zwei Dutzend Angestellte arbeiten bei Karma. Die meisten sind Frauen aus kleinen Dörfern, die bei Herstellung, Verpackung und Versand helfen. So sollen sich ländliche Gemeinschaften entwickeln können. Dahinter steckt eine einmalige Philosophie: „Wir glauben, dass jedes Unternehmen, dass ausschließlich Geld verdienen will, eine schlechtes Unternehmen ist“, erzählt Ved Roy. Wenn schon Geld verdienen mit Rauchern, dann wohl am besten so.

 

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