Flächenumwidmung für Zirkus-Trainingszelt in Gnigl soll beschlossen werden

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In Gnigl können sich bald Zirkusartisten austoben. (Themenbild)
In Gnigl können sich bald Zirkusartisten austoben. (Themenbild) - © APA/AFP/Archiv
Das Trainingszelt für Zirkusartisten im Salzburger Stadtteil Gnigl soll am Donnerstag im Bauauschuss beschlossen werden. Wegen hoher Fördersummen stand das Traumprojekt von Winterfest-Gründer Georg Daxner schon im Vorfeld in der Kritik.

Mit Fördergeldern in der Höhe von 500.000 Euro soll im Salzburger Stadtteil Gnigl ein Zirkus-Trainingszentrum entstehen. Damit das mehr als zwölf Meter hohe Viermastzelt ist eine Flächenumwidmung notwendig, um das Grünland in Bauland umzuwidmen. Der Bauausschuss werde das Projekt am Donnerstag beschließen, berichten die Salzburger Nachrichten. Die Förderungen wurden bereits im Vorfeld abgesegnet.

SPÖ und Grüne der Stadt Salzburg sind für das Projekt, mit dem sich ein Lebenstraum vom tödlich verunglückten Winterfest-Gründer Georg Taxner erfüllt. Gegenstimmen kommen von ÖVP, FPÖ und Neos. Vor allem zwei Punkte stoßen auf Kritik.

Gnigl: Förderung vor Umwidmung für Trainingszelt beschlossen

Zum einen wurde die Förderung abgesegnet, bevor die notwendige Flächenumwidmung des Areals in der Eichstraße beschlossen wurde. „Eigentlich müsste die Stadt zuerst ihre Hausaufgaben – in diesem Fall die Flächenwidmung machen – und dann erst das Füllhorn an Steuergeld ausschütten“, gibt Neos-Gemeinderat Lukas Rösslhuber zu bedenken.

Zirkusschule: Gegner haben Problem mit Förderhöhe

Zum anderen ist die Förderhöhe an sich den Projektgegnern ein Dorn im Auge. Von den ursprünglich beantragten 800.000 Euro wurden schließlich knapp 500.000 Euro von der Stadt Salzburg abgesegnet – 432.000 Euro Investitionsförderung und 66.700 Euro für den Jahresbetrieb. Das lehnte vor allem die FPÖ im Hinblick auf Sportförderungen ab: Die 125 Sportvereine des Landes würden zusammen knapp 1.100.000 Euro erhalten, ein einziges Zirkusprojekt eine halbe Million, hieß es damals. Hier klinken sich auch die Neos ein: Man finanziere ein teures Hobby für eine überschaubare Klientel, so Gemeinderat Christoph Starzer. „Wo bleiben hier die Kriterien von Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit beim Einsatz öffentlichen Mittel, wenn allein die Stadt für eine private ‚Zirkusschule‘ über die nächsten Jahre weit über eine halbe Million Euro ausgeben wird?“, meint Starzer weiter.

Rot-Grün sieht überwiegend Vorteile

Für Rot und Grün überwiegt der Nutzen des neuen Sportangebots, von spielerischer Bewegung für Kinder und einer Bereicherung für den Stadtteil Gnigl war die Rede. „Die FPÖ ist gegen nahezu alle Förderungen im Kulturbereich. Die ÖVP führt seit Jahren einen Kleinkrieg gegen das Winterfest“ gab Bürgerlisten-Obmann Helmut Hüttinger schon im November zu bedenken.

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