Zivilschutz-Probealarm: Drei Sirenen in Salzburg heulten nicht

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Am Samstag wurden österreichweit die Sirenen getestet.
Am Samstag wurden österreichweit die Sirenen getestet. - © FMT-Pictures/TA
Wie jedes Jahr fand am ersten Samstag im Oktober auch heuer der Zivilschutz-Probealarm statt. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr ertönten die drei Zivilschutzsignale “Warnung”, “Alarm” und “Entwarnung”. In Salzburg wurden 494 Sirenen in den 119 Gemeinden ausgelöst, teilte der Landesfeuerwehrverband (LFV) mit.

Bei drei Sirenen habe man einen Totalausfall feststellen müssen, so Richard Schider vom LFV. Dies entspreche einer Erfolgsquote von 99,39 Prozent. Im Vorjahr lag dieser bei 99,6 Prozent

Der Probealarm dient einerseits zur Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits solle die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden. Die Signale können derzeit österreichweit über rund 8.200 Feuerwehrsirenen abgegeben werden, Salzburg verfügt über 496 Sirenen. Die meisten mit 138 im Flachgau. Im Pinzgau sind es 113 Sirenen, im Pongau 97, im Tennengau 62, im Lungau 55 und in der Stadt Salzburg 31.

Sirenenkarte 08_2015

“Katwarn” wird in Salzburg getestet

Getestet wurde in Salzburg und in den anderen Bundesländern heuer auch die Gratis-App “Katwarn” des Bundesministeriums für Inneres. “Mit dieser App erhalten die Bürgerinnen und Bürger Informationen rund um die Sirenenprobe direkt aufs Handy”, erklärt Herbert Reischl von der Stabsstelle Sicherheit und Katastrophenschutz des Landes. Außerdem informiert die App generell, wenn Zivilschutzalarm ausgelöst wird oder ein Katastrophen-Ereignis bevorsteht.

Bedeutung der einzelnen Sirenen

Mit den derzeit bestehenden Sirenenanlagen können 77 Prozent der Bevölkerung erreicht werden. Eine landesweite sowie bezirksweise Auslösung der Sirenen ist in Salzburg durch die Landesalarm- und -warnzentrale möglich. Selbstverständlich können auch nur einzelne Sirenen gezielt ausgelöst werden.

  • Sirenenprobe: 15 Sekunden gleich bleibender Dauerton
  • Warnung: drei Minuten gleich bleibender Dauerton
  • Alarm: eine Minute auf- und abschwellender Heulton
  • Entwarnung: eine Minute gleich bleibender Dauerton

So verhaltet ihr euch im Ernstfall

Im Ernstfall solltet ihr bei Ertönen des Signals “Warnung” sofort das Rundfunkgerät einschalten, da der ORF zeitgleich mit dem Ertönen der Signale oder unmittelbar danach zumindest auf dem Regionalsender sein Programm unterbricht und nähere Informationen über Art und Ausmaß der Gefahr sowie über das erforderliche Verhalten der Bevölkerung gibt. Auch am Samstag wird der ORF während der Sirenenprobe sein Programm unterbrechen. Bei Ertönen des “Alarmsignals” soll die Bevölkerung im Ernstfall schützende Räume aufsuchen und die über Radio oder Fernsehen durchgegebenen Verhaltensmaßnahmen befolgen.

Je nach Gefahrensituation können die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Koordinationscenter des Innenministeriums, die Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder die Bezirkswarnzentralen die Signale auslösen.

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