Zoo päppelt völlig entkräfteten Gänsegeier „Gypsi“ auf

Gipsy wird im Zoo Salzburg geröntgt.
Gipsy wird im Zoo Salzburg geröntgt. - © Zoo Salzburg
Gypsi ist ein vier Jahre alter Gänsegeier, der im Sommer 2016 ausgehungert und verletzt in Thüringen nahe einer Windkraftanlage aufgefunden wurde. Der große Aasfresser ist mit Rotoren einer Windkraftanlage kollidiert, dabei hat er sich die Handschwingen gebrochen und die Schwungfedern schwer beschädigt. Rund ein Jahr lang verbrachte er in einer Großvoliere einer Falknerei im Thüringer Wald bis er wieder ganz gesund war.

Anfang September diesen Jahres wurde Gypsi im Donautal bei Beuron (Baden-Württemberg) dann in die Lüfte entlassen. Aus Gründen des Tierschutzes und zur Absicherung der Auswilderung sowie für die Zugvogelforschung wurde Gypsi mit einem solarbetriebenen Sender der Vogelwarte Radolfzell ausgestattet. So konnte seine Flugbewegungen genau mitverfolgt werden. Anfänglich zog es den Geier in Richtung Schweiz. Dort schloss er sich auch einer Geierpopulation an, die sich im Sommer in den Westalpen aufhält. Im Gebiet rund um den Mount Blanc und das Matterhorn kreiste er mit den anderen in den Lüften und fand auch entsprechend Nahrung.

Gipsys Flugaktivitäten/Zoo Salzburg Gipsys Flugaktivitäten/Zoo Salzburg ©

Gypsi völlig entkräftet in Oberösterreich eingefangen

Mitte September änderte er jedoch seine Flugroute: Er schloss sich nicht den anderen an, die in Richtung Frankreich bzw. Spanien flogen. Ihn zog es wieder in den Norden. Vorerst landete er im baden-württembergischen Langenauer-Ried und verbrachte dort einige Zeit.

Anfang Oktober ließ sich Gypsi von heftigen Herbststürmen dann rund 300 Kilometer nach Osten tragen. Aus unerklärlichen Gründen wurde er am 7. Oktober entkräftet und mit nassem Gefieder von Mitarbeitern des Zoo Schmiding im oberösterreichischen Krenglbach eingefangen und in die Pflegestation gebracht.

Auf Initiative von Dieter Haas, Geierschutzinitiative GESI, die die Aktivitäten des Geiers seit über einem Jahr dank des Senders genau beobachten, kam Gypsi am Mittwoch nach Salzburg.

Das Röntgenbild des Gänsegeiers./Zoo Salzburg Das Röntgenbild des Gänsegeiers./Zoo Salzburg ©

Gesundheitscheck im Zoo Salzburg

Beim Gesundheitscheck konnte anhand der Röntgenbilder ausgeschlossen werden, dass der Geier angeschossen wurde. Bei der Augenuntersuchung wurden auch keine Verletzungen festgestellt. Nun wird noch im Labor sein Blut auf eine mögliche Bleivergiftung untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird Anfang kommender Woche erwartet.

Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner: „Jetzt können wir erst mal aufatmen! Es ist ein schönes Ergebnis, dass das vier Jahre alte Geiermännchen an keiner akuten Verletzung bzw. Erkrankung leidet. Wir sind guter Dinge, dass er recht bald die Salzburger Geier kennenlernt und hoffentlich mit ihnen dann seine Kreise hoch oben, in den Lüften über dem Zoogelände ziehen wird.“

Geierdame Gundula wartet schon gespannt auf ihren neuen Gefährten./Zoo Salzburg Geierdame Gundula wartet schon gespannt auf ihren neuen Gefährten./Zoo Salzburg ©

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