25. Oktober 2012 15:00; Akt.: 25.10.2012 15:00

Zu alte Eltern: Zweijähriges Kind in Italien zur Adoption freigegeben

Die Eltern verteidigten sich vor Gericht, ihre Tochter sei eine "Frucht der Liebe" und das wahre Opfer des Richterentscheids. Die Eltern verteidigten sich vor Gericht, ihre Tochter sei eine "Frucht der Liebe" und das wahre Opfer des Richterentscheids. - © SXC (Themenbild)
Ein Berufungsgericht in Turin hat ein zweieinhalb Jahre altes Mädchen zur Adoption freigegeben, weil es die Eltern für zu alt hält.

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Wie italienische Medien am Donnerstag berichteten, warfen die Richter einem 71 Jahre alten Mann und seiner 59-jährigen Ehefrau Narzissmus vor.

Sie hätten sich niemals Gedanken darüber gemacht, dass ihre mithilfe künstlicher Befruchtung gezeugte Tochter bereits in jungen Jahren Waise sein und davor noch gezwungen sein könnte, sich um ihre alten Eltern zu kümmern, kritisierten die vier Richter.

Kind darf Eltern nicht mehr sehen

Sie beschuldigten die Eltern, die enormen Möglichkeiten der Gen-Medizin missbraucht zu haben. Außerdem hätten sie das Kind schwer vernachlässigt. Das Berufungsgericht bestätigte ein erstinstanzliches Urteil eines Jugendgerichts, das 2011 gefällt worden war. Das Kind wird die Eltern nicht mehr treffen dürfen.

Tochter “Frucht der Liebe”

Die Eltern verteidigten sich vor Gericht, ihre Tochter sei eine “Frucht der Liebe” und das wahre Opfer des Richterentscheids. Das Paar hatte 1990 geheiratet, damals war die Bibliothekarin 36 Jahre alt. Jahrelang versuchte sie vergeblich, auf natürlichem Weg schwnders im Ausland.

Im Mai 2010 kam das in den Medien “Viola” genannte Mädchen in Turin auf die Weanger zu werden, zwei Adoptionsanträge in den Jahren 1999 und 2003 wurden abgelehnt. Daraufhin entschloss sich das Paar zur künstlichen Befruchtung mithilfe eines Samenspelt. Doch schon einen Monat später wurde es von dem Jugendgericht in eine Pflegefamilie gegeben, nachdem Nachbarn die Eltern angezeigt hatten, weil sie das Baby 45 Minuten lang allein im Auto gelassen hatten. Die Entscheidung des Gerichts löste in Italien eine scharfe Debatte aus.

(APA)



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