Züge in Deutschland fahren wieder nach Plan

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Verspätungen sind noch länger möglich
Verspätungen sind noch länger möglich
Nach dem bisher längsten Lokführerstreik in diesem Jahr fährt die Deutsche Bahn wieder nach Plan. S-Bahnen in den Ballungsräumen wie Regionalverkehr rollten im Takt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Mancher Pendler musste sich in der Früh aber noch gedulden. Verspätungen waren der Bahn zufolge über den Tag im Fernverkehr möglich.


Für Reisende bleibt die Lage in den nächsten Tagen unsicher. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) schwieg zunächst zu weiteren Streiks. Eine Annäherung zwischen Gewerkschaft und Bahn ist in dem festgefahrenen Tarifkonflikt nicht in Sicht. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Überstunden sollen begrenzt werden. Die Gewerkschaft drohte, befristete Streiks seien programmiert, wenn die Bahn sich nicht bewege.

Bahn-Personalchef Ulrich Weber mahnte: “Nur mit ernsthaften Verhandlungen kann der Tarifkonflikt gelöst werden – nicht mit der Brechstange und nicht mit scharfen Worten.” Er sei zu sofortigen Verhandlungen ohne Bedingungen bereit.

GDL-Chef Claus Weselsky argwöhnte, er müsse dabei “die Vertretungsmacht für das Zugpersonal an der Garderobe abgeben”. Die Lokführergewerkschaft will auch für Personal wie Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten verhandeln.

Nach Gewerkschaftsangaben standen während des 14-stündigen Streiks 85 Prozent der Züge still oder kamen deutlich zu spät. Absolute Zahlen nannte die GDL nicht. Auch die Bahn bezifferte die Auswirkungen nicht bis ins letzte Detail. Sie hatte vor Streikbeginn mit stark ausgedünnten Ersatzfahrplänen für Fern- und Regionalzüge reagiert, die sie nicht ganz durchhalten konnte.

Von den üblichen 1.400 Fernzügen innerhalb von 24 Stunden fuhren am Mittwoch noch knapp 400. Im Regional- und Nahverkehr gibt es üblicherweise 23.700 Fahrten. Wieviele es nach dem Ersatzfahrplan sein sollten, konnte eine Sprecherin nicht sagen.

Auch 115 Güterzüge standen nach Bahnangaben Donnerstagfrüh still. Bisher gebe es keine deutlichen Spuren in den Lieferketten, teilte der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Frankfurt mit.

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