Mehrere Verletzte bei Zugkollision in Wien-Meidling

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Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.
Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Bei der Kollision zweier Züge im Bahnhof Wien-Meidling sind am Karsamstagnachmittag neun Personen eher leicht verletzt worden. Todesopfer gab es glücklicherweise nicht. Das Unglück ereignete sich gegen 16.30 Uhr beim Bahnsteig 5 im Bahnhof.


Nach Angaben der Einsatzkräfte wollte ein Regionalzug gerade aus der Station fahren, als der mit 30 Personen besetzte Railjet nach Villach gegen die leere Garnitur prallte. Der Railjet wurde dabei teilweise aus den Gleisen gehoben und laut ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger eine Oberleitung beschädigt.

Die Südbahnstrecke war nach der Kollision unterbrochen./APA/KARL NIKOWITZ Die Südbahnstrecke war nach der Kollision unterbrochen./APA/KARL NIKOWITZ ©

Zahlreiche Einsatzkräfte in Wien-Meidling

Es lief sofort ein Großeinsatz für die Einsatzkräfte von Wiener Berufsfeuerwehr und Berufsrettung sowie der Polizei an. Die Feuerwehr rückte mit 21 Fahrzeugen und 62 Einsatzkräften an. Auch ein Hubschrauber unterstützte die Hilfsmannschaften. Gemeinsam mit den Polizisten brachte die Feuerwehr die 30 Insassen aus dem Railjet und übergab sie der Rettung. Dabei wurden bei neun Personen eher leichte Verletzungen festgestellt. Die schlimmste Blessur war ein Handbruch. Eine der Hauptaufgaben für die Feuerwehr war außerdem, die zur Seite gestürzten Waggons des Railjets wieder aufzurichten.

Unklar war zunächst die Ursache der Kollision. Es stand am frühen Abend noch nicht fest, welcher der beiden Züge sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Gleis befinden hätte dürfen. Ebenso stand nicht fest, mit welcher Geschwindigkeit die Bahngarnituren miteinander kollidierten. Es dürften aber beide Züge gerade erst angefahren und daher nicht allzu schnell unterwegs gewesen sein.

Erste Erkenntnisse zur Unfallursache für Dienstag erwartet

Die Unfalluntersuchungskommission des Verkehrsministeriums war am Unglücksort und nahm die Ermittlungen auf. Mit ersten Erkenntnissen war aber nicht vor Dienstag zu rechnen. “Es ist ein technisches Gebrechen genauso möglich wie menschliches Versagen”, sagte Hahslinger. Die beiden Lokführer – sie blieben unverletzt – und die Fahrdienstleiter sollten zum Hergang befragt werden.

Die Südbahnstrecke war durch das Unglück unterbrochen. Laut Hahslinger dürfte auch eine Oberleitung beschädigt sein. Auf ihrer Homepage informierten die ÖBB ihre Kunden, dass derzeit 60 Minuten mehr Reisezeit einzuplanen sind. Mehrere Züge wurden umgeleitet und hielten nicht in Meidling. Details zu den Behinderungen im Bahnverkehr waren unter der Homepage der ÖBB (http://www.oebb.at) zu erfahren. Die Bundesbahnen hofften, dass der Verkehr über Nebenbahnsteige in Meidling etwa gegen 20.00 Uhr wieder aufgenommen werden kann.

Die Gepäckstücke der Verletzten wurden der Berufsrettung mitgegeben. Das Gepäck der anderen Passagiere wurde zum Hauptbahnhof gebracht. Informationen dazu konnten bei den ÖBB eingeholt werden.

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Unfall Wien Meidling Fahrten nicht möglich Für NV ist ein SEV zwischen Meidling-Mödling 60 Minuten längere. Infos https://t.co/E7bm93bg4p

Erhebliche Behinderungen nach Zugkollision in Wien

Das Zugsunglück sorgte auch im Wiener Straßenverkehr für erhebliche Behinderungen. Laut ÖAMTC war die Eichenstraße zwischen Gürtel und Wienerbergstraße gesperrt.

Die Feuerwehr war mit 62 Personen und 21 Fahrzeugen vor Ort. Im Einsatz stand auch ein Hubschrauber. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) hat die Ermittlungen am Unglücksort übernommen, um die Ursache herauszufinden. Das teilte das Verkehrsministerium am Samstagabend mit. Zunächst geht es um die umfassende bildliche Dokumentation des Unfallorte. Man arbeite eng mit den Einsatzkräften zusammen und stehe auch in Kontakt mit den ÖBB.

Wien Ð ZugsunglŸck im Bahnhof Meidling

(APA)

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