“Zukunftsmodell”: Erster Coworking-Space im Flachgau öffnet

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Der Coworking-Space in Thalgau.
Der Coworking-Space in Thalgau. - © LOCAL21
Der New-Work-Gedanke beschäftigt die 43-jährige Berufsnetzwerkerin Michaela Binder schon seit Jahren. Jetzt hat sie es gewagt und gemeinsam mit Thalgaus Noch-Bürgermeister Martin Greisberger (ÖVP) und seinem Nachfolger den ersten Coworking-Space im Land Salzburg auf die Beine gestellt – und zwar mitten in der Begegnungszone der 6.000-Einwohner-Gemeinde.




Freilich, die Idee des Coworkings ist spätestens nach der Gründung des Coworking-Space im Techno-Z in der Stadt Salzburg vor sechs Jahren und der Pionierarbeit von Romy Sigl nichts mehr Ungewöhnliches. Neu ist es aber, dieses Konzept jetzt auf den ländlichen Raum umzulegen. „Unser Coworking-Space ist kein Konkurrenzprojekt, sondern eine Erweiterung für das Land“, erklärt Michaela Binder, Initiatorin des Projektes, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung von LOCAL21 im Gespräch mit SALZBURG24. Diese Möglichkeit des Zusammenarbeitens und Netzwerkens habe es bislang nur in der Stadt gegeben.

Im LOCAL21 stehen acht Arbeitsplätze zu Verfügung./LOCAL21 Im LOCAL21 stehen acht Arbeitsplätze zu Verfügung./LOCAL21 ©

Acht Arbeitsplätze auf 90 Quadratmetern

LOCAL21 ist „klein, fein und überschaubar“. Auf insgesamt 90 Quadratmetern bietet es acht Plätze, wobei fünf davon fix und drei flexibel vergeben werden. Genutzt werden können die Plätze völlig flexibel – egal ob für einen Monat, einen Tag oder mit einem 10er-Block.

Willkommen sei jeder, so Binder – eine bestimmte Branchenzugehörigkeit brauche es nicht. Für die Coworker soll es ganz unkompliziert und einfach funktionieren. Die Devise: Hingehen, einstecken und loslegen. „Die Kollegen stehen jederzeit für kleine Fragen zur Verfügung, man tauscht sich gemeinsam über Ideen und Projekte aus und wenn Ruhe zum Arbeiten gebraucht wird, ist das auch kein Problem“, so Binder. Vergeben seien bisher bereits drei fixe und zwei flexible Plätze. Einer der Arbeitplätze ist für den scheidenden Bürgermeister von Thalgau, Martin Greisberger, reserviert. Er und sein Nachfolger John Grubinger haben das Projekt ebenfalls mitinitiert.

Bürgermeister von New-Work-Projekt überzeugt

“Ich bin davon überzeugt, dass das Modell auch auf dem Land gut funktionieren wird”, freut sich Greisberger am Mittwoch im Gespräch mit SALZBURG24. Gerade für jene Flachgauer, die den Weg mit dem Auto ins Büro in der Landeshauptstadt aufgrund des täglichen Staus meiden, sich aber kein Home Office einrichten wollen, sei dies eine willkommene Alternative. “Bekanntlich leidet beim Home Office alleine zu Hause nicht nur die Kreativität, man versumpert auch schneller und verliert den unternehmerischen Antrieb”, so Greisberger.

Als Noch-Bürgermeister von Thalgau sieht er den Coworking-Space und den dahinterstehenden Netzwerkgedanken als “Modell für die Zukunft”. Die Gemeinde liegt zentral in der Region Fuschlsee/Mondsee und ist gut an die Autobahn angebunden. “Wenn es funktioniert, haben wir auch die Möglichkeit die 90 Quadratmeter Fläche weiter auszubauen und zusätzliche acht bis zehn Plätze zu schaffen”, kündigt Greisberger an.

Thalgau als Zentrum der Kreativwirtschaft

Neben dem derzeitigen Coworking-Office steht auch noch ein weiterer Kreativraum, das GLOBAL21 (vormals K3), zur Nutzung offen. Dieser Raum soll für Veranstaltungen wie Vernissagen und Ausstellungen, aber auch als Pop-Up-Store und Workshop-Raum genutzt werden.

Offiziell eröffnet wird das LOCAL21 am Donnerstag um 18 Uhr mit einer Housewarming-Party.

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