Zusätzliche US-Stahlzölle auf Türkei-Importe ab Montag

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Eiszeit zwischen Trump und Erdogan
Eiszeit zwischen Trump und Erdogan - © APA (epa)
Die USA werden ihre zusätzlichen Strafzölle auf Stahl aus der Türkei ab Montag anwenden. Das Weiße Haus in Washington gab am Freitagabend (Ortszeit) eine entsprechende Erklärung von US-Präsident Donald Trump heraus. Von dem Datum an werden die USA Stahlimporte aus der Türkei mit 50 Prozent statt der bisher geltenden 25 Prozent belegen.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind unter anderem wegen des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson äußerst angespannt. Der Streit schlug auf die Wirtschaft durch, die türkische Lira sank am Freitag zu Euro und US-Dollar auf einen neuen Tiefstand. Nach Angaben des türkischen Handelsministeriums exportierte das Land 2017 Eisen, Stahl und Aluminium im Wert von 1,1 Milliarden Dollar (950 Mio. Euro) in die USA – das entsprach einem Anteil von 0,7 Prozent aller Ausfuhren.

Trump hatte am Freitagabend zunächst per Twitter die höheren Strafzölle angekündigt, ohne aber das Geltungsdatum zu nennen: “Ich habe gerade eine Verdopplung der Zölle auf Stahl und Aluminium hinsichtlich der Türkei bewilligt. (…) Unsere Beziehungen zur Türkei sind derzeit nicht gut.” Trump verwies im selben Tweet ausdrücklich darauf, dass die Lira “schnell gegenüber unserem sehr starken Dollar abrutscht!” Seinen Worten nach wird Aluminium aus der Türkei nun mit Zöllen von 20 Prozent belegt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rief unterdessen seine Landsleute erneut auf, angesichts des Kursverfalls der Lira Euro und Dollar in die Landeswährung zu tauschen. Auf einer Veranstaltung am Samstag meinte er zudem, es sei eine Schande, dass den USA der wegen Terrorverdachts in der Türkei festgehaltene Pastor Andrew Brunson wichtiger sei als der strategische NATO-Partner Türkei.

Erdogan hatte am Freitag von einem Wirtschaftskrieg gegen sein Land gesprochen und die Bevölkerung aufgefordert, Euro, Dollar und Gold in die Landeswährung zu tauschen. Die Ermittler werfen Brunson Verbindungen zu dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vor, der nach Darstellung der Regierung in Ankara hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren steht. Wegen des Streits haben die NATO-Partner bereits Minister des jeweils anderen Staates mit Sanktionen belegt.

(APA/dpa)

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