Zwei Kinder überlebten Unglück in australischem Freizeitpark

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Blumenspenden am Rande des Freizeitparks
Blumenspenden am Rande des Freizeitparks - © APA (AFP)
Zwei Kinder haben bei dem tödlichen Unfall in einem Vergnügungspark in Australien ihre Mütter verloren, sind aber selbst wie durch ein Wunder unverletzt geblieben. Als sich ihr Gefährt auf einer Wildwasserbahn im Dreamworld-Park am Dienstag überschlug, wurden ein zehn Jahre alte Bub und ein zwölf Jahre altes Mädchen hinausgeschleudert, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Auf dem Video einer Überwachungskamera sei zu sehen, dass der Unfall am Ende der Fahrt passierte. Das Gefährt sei umgestürzt und einige Insassen seien auf das Förderband geschleudert worden, das die Gefährte fortbewegt.

Überleben “grenzt fast an ein Wunder”

“Wie sie überlebt haben? Das war vielleicht göttliche Vorsehung. Es grenzt fast an ein Wunder, das irgendjemand da rausgekommen ist”, sagte Polizeiinspektor Brian Codd. Untersucht werde, ob es schon vor dem Unfall Probleme mit der Wildwasserbahn gab. Die Ermittler überprüften auch die Wartungsunterlagen.

In der Wildwasserbahn “Thunder River Rapids” sitzen die Gäste angeschnallt auf einem überdimensionalen Reifen, der mit großer Geschwindigkeit durch Kanäle mit künstlichen Stromschnellen getrieben wird. Die Anlage im Dreamworld-Park in der Touristenregion Goldküste in Nordostaustralien war seit 1986 in Betrieb.

Technische Störung bei Wildwasserbahn vermutet

Während Menschen vor dem geschlossenen Vergnügungspark im Gedenken an die Opfer Blumen niederlegten, rückte die Unfallursache mehr und mehr in den Focus der Öffentlichkeit. Nach Angaben von Rettungssanitätern war bei der Wildwasserbahn eine technische Störung aufgetreten. Ermittler transportierten die Boote für Untersuchungen ab.

Die Regierungschefin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, rief unterdessen zur Solidarität mit der wirtschaftlich wichtigen Urlaubsregion auf. “Die Goldküste ist sicher”, sagte Palaszczuk dem Sender Seven Network. “Bitte ändern Sie nicht Ihre Urlaubspläne. Bitte zeigen Sie weiter Ihre Unterstützung. Wir werden die Sache aufklären.”

(APA/ag./dpa)

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