“Zwei Leben für die Fotografie” im Kunst Haus Wien

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Im Rahmen des “Eyes On: Monat der Fotografie Wien” Festivals, zeigt das Kunst Haus Wien von 16. Oktober bis 8. Februar 2015 eine ausführliche Retrospektive von Lillian Bassman und Paul Himmel. “Zwei Leben für die Fotografie” ist das Motto, bei dem der Besucher nicht nur die Geschichte des verstorbenen US-Künstlerpaars entdecken kann, sondern auch die Entwicklung der Fotografie thematisiert wird.


Die bereits 2009 in Hamburg erstmalig gezeigte Schau wurde von den Kuratoren Ingo Taubhorn und Brigitte Woischnik in Szene gesetzt und speziell für das Kunst Haus Wien (auch: Kunsthaus Wien oder KunstHausWien) neu interpretiert. So werden nicht nur die verschiedenen Stilrichtungen präsentiert, sondern auch Einblicke in private Fotografien und Arbeitsgewohnheiten gewährt. Taubhorn hob während des heutigen Pressegesprächs “die wiederentdeckte herausragende fotografische Position” hervor, die sowohl Bassman (1917-2012) als auch Himmel (1914-2009) vertraten. Ein weiterer Punkt sei, dass die Fotografien des Künstler-Ehepaars “bis heute nichts an Modernität eingebüßt haben”. Gerade die jüngere Generation, bei der “Materialien, die für die damalige fotografische Produktion von Bedeutung waren, immer mehr eingeschränkt werden”, habe großes Interesse an früheren Arbeitsweisen.

Nicht nur die vorwiegend Schwarz und Weiß gehaltenen und bei Bassman auf Damen konzentrierten Porträts sind Teil der Ausstellung, sondern auch weitere, prägende Lebensabschnitte des Ehepaars. Während von Bassman gestaltete Titelseiten präsentiert werden, die während ihrer Zeit als Grafikdesignerin für das Magazin “Junior Bazaar” entstanden sind, widmet man sich auch der gemeinsam entdeckten Liebe zur Fotografie von Städten wie New York oder Paris.

Geprägt wird das Werk Beider von großer Experimentierfreude, dem Entdecken neuer Perspektiven und Techniken. So war es u.a. Bassmann, die noch im hohen Alter den Umgang mit Fotobearbeitungsprogrammen am Computer gelernt hat und so die Motivation fand, ihre eingescannten Werke neu zu gestalten. Einige Objekte sind in der Schau mehrfach vertreten: Durch die Nachbearbeitung in der Dunkelkammer oder am Computer erweckten die Künstler mehrere Aufnahmen zu neuem Leben und geben so Platz zu verschiedensten Interpretationen.

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