Zwei Salzburger fordern Verticalmarathon-Weltmeister heraus

Norbert Lüftenegger (li.) nahm es mit dem Ubermann Ultratriathlon im US-amerikanischen Death Valley auf. Georg Kreer holte sich den Feinschliff im Klinikum Schwarzach.
Norbert Lüftenegger (li.) nahm es mit dem Ubermann Ultratriathlon im US-amerikanischen Death Valley auf. Georg Kreer holte sich den Feinschliff im Klinikum Schwarzach. - © SALZBURG24/privat
Während sich viele von uns schon bei nur einem Stockwerk zum Treppensteigen überwinden müssen, legen am Wochenende 20 Sportler bei der Verticalmarathon-Weltmeisterschaft in Hannover eine ganze Marathondistanz im Stiegenhaus zurück. Unter ihnen sind auch zwei Salzburger: Georg Kreer aus Goldegg (Pongau) und Norbert Lüftenegger aus Obertrum (Flachgau).




7.333 Höhenmeter, 9.700 Wendemanöver von 180 Grad, 5.044 Etagen, 83.808 Stufen und die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometern Streckenlänge: Das sind die Eckdaten der dritten Verticalmarathon-Weltmeisterschaft in Hannover.

VERTICALMARATHON® 2016

2. VERTICALMARATHON®-WM 2016 20.02.2016 Annastift, Hannover 13 Etagen x 194 Runden = 5.044 Etagen 83.808 Stufen 7.333 positive Höhenmeter 7.333 negative Höhenmeter 9.700 Wendemanöver 42.195 km Strecke aktueller Weltrekord: 10:15:59 (Johannes Schmitz)

Salzburger machen Jagd auf Weltrekord

Der aktuelle Weltrekord wurde im Vorjahr von Johannes Schmitz aus Göttingen (Niedersachsen) aufgestellt. Er schaffte das Unfassbare in zehn Stunden, 15 Minuten und 59,5 Sekunden. Beim heurigen Verticalmarathon versuchen ihm 19 Herausforderer die Zeit streitig zu machen.

“Das wird äußerst schwer”, sind Kreer und Lüftenegger im Gespräch mit SALZBURG24 einer Meinung. So lag die Zweitplatzierte im Vorjahr bereits rund eineinhalb Stunden hinter der Bestzeit. Das Ziel sei es vorrangig, den Bewerb zu finishen, denn wer länger als 15 Stunden braucht, wird disqualifiziert.

Pongauer trainierte in Klinik-Treppenhaus

Anvisiert hat Kreer etwa eine Zeit von unter zwölf Stunden. “Wenn es mir gut geht, kann ich vielleicht sogar ganz vorne mitmischen”, zeigt sich der passionierte Berg- und Ultramarathonläufer aus dem Pongau motiviert. Vorbereitet habe er sich unter anderem im Treppenhaus des Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach. Insgesamt sei er in den letzten Monaten über 100.000 Stufen hinauf gelaufen und diese natürlich auch wieder herunter.

Ein konkretes Training hat der Flachgauer Ultratriathlet Lüftenegger hingegen nicht eingelegt. Durch seine Teilnahme am Mount Everest Treppenmarathon im sächsischen Dresden scheint der Ausnahmesportler aber jeder noch so verrückten Herausforderung gewachsen.

Kreer und Lüftenegger werden am Freitag gemeinsam mit dem dritten Starter aus Österreich, dem Tiroler Andreas Wiesinger, nach Hannover anreisen. “Die Ultra-Szene ist nicht besonders groß, da ist eben alles sehr freundschaftlich”, freut sich Lüftenegger bereits. Am Samstag ab acht Uhr früh heißt es dann jedenfalls “Trepp auf, Trepp ab” – und das bis zu 15 Stunden lang.

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